Erschienen am: 17.12.2015, Ausgabe SPS-MAGAZIN 12 2015

Brückenschlag zwischen den Welten von Schneider Electric und Kuka



Kuka und Schneider Electric haben auf PacDrive-Basis eine Lösung entwickelt, mit der Kinematiken bis auf die Programmebene in Automatisierungslösungen integriert werden können. Kern des Ansatzes bildet die PLC-mxAutomation-Bibliothek von Kuka für das SoMachine-Engineering-Tool von Schneider Electric. Die Programmierung der Roboterbewegungen ist ohne spezifische Kenntnisse konform zu IEC61131-3 möglich. Über die in das Maschinenprogramm eingebundenen Funktionsbausteine werden die entsprechenden Roboterbefehle abgesetzt. Die Kommunikation zwischen Roboter und Motion-Control-Steuerung findet über einen Sercos/Ethercat-Koppler statt. Über diesen Weg tauschen der PacDrive-Sercos-Master und die Robotersteuerung zyklisch Daten aus. Die PacDrive-Steuerung setzt die Verfahrkommandos für den Roboter ab, der Roboter liefert permanent Rückmeldung über seinen Zustand. So reagiert der Roboter binnen 4ms auf Kommandos der Steuerung. Zudem hat der Programmierer jederzeit Zugriff auf beispielsweise Positionsdaten des Roboters. Gleichzeitig wird durch die enge Integration die Bedienung des Gesamtsystems erleichtert. Insgesamt ebnet der neue Ansatz den Weg für die einfachere Integration von Kuka-Robotern in PacDrive-Automatisierungslösungen. Während sich die Delta-2- und Delta-3-Roboter aus dem Portfolio von Schneider Electric insbesondere für schnelle Pick&Place-Aufgaben oder Toploader-Lösungen im Bereich der Sammelverpackung eignen, sind die Knickarmroboter von Kuka für hochdynamische End-of-Line-Anwendungen mit hohen Lasten ausgelegt.

Anzeige