Erschienen am: 03.03.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 3 2017

Mit Lichtgeschwindigkeit in explosionsgefährdete Bereiche



Die neuen Switches sind für Ex-Anwendungen mit schneller Ethernet-Infrastruktur ausgelegt.
Bild: R. Stahl Schaltgeräte GmbH

Nach ATEX- und IECEx-zugelassene Unmanaged Switches der Reihe 9721 hat R. Stahl gezielt für Prozessanlagen mit schneller Ethernet-Infrastruktur in Ex-Bereichen konzipiert. Sie bieten vier FX-Ports für Lichtwellenleiter, die die an die elektrische Eigensicherheit i angelehnte Zündschutzart op is (optisch inhärent sicher) gemäß EN60079-28:2016-04 verwenden. Das An- und Abstecken von angeschlossenen Leitungen ist auch unter explosionsfähiger Atmosphäre in Zone 1 und 2 zulässig. So können Erweiterungen oder Umbauten einer Anlage ohne Abschaltung kostensparend durchgeführt werden. Insbesondere bei größeren Entfernungen zwischen Anlagenteilen und auch bei stärkeren Störeinflüssen auf Verbindungsstrecken bieten LWL eine zuverlässige Lösung zur schnellen Datenkommunikation. Die Switches selbst können in Zone 2 betrieben werden, während ihre 100Mbit/s schnellen optischen Ports z.B. Feldgeräte wie das Ethernet-fähige, in der Zone 1 einsetzbare Remote-I/O-System IS1+ anbinden. Je nach Anforderung ermöglichen verschiedene Switch-Varianten den Anschluss von Multimode-Fasern für bis zu 5km Übertragungsstrecke oder von Singlemode-Fasern, die sogar Entfernungen bis 30km überbrücken. Eine Ausführung kann auch gemischt beschaltet werden: Über einen Singlemode-Port wird die große Distanz überbrückt, lokal sind weitere drei Teilnehmer preiswerter über Multimode-Leitungen anschließbar. Zusätzlich stehen für Verbindungen im sicheren Bereich immer zwei elektrische TX-Ports mit RJ45-Buchsen zur Verfügung. Der Unmanaged Switch 9721/13-42-x4 verträgt Umgebungstemperaturen im Bereich von