Erschienen am: 03.03.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 3 2017

Transpondercodierte Sicherheitsschalter in drei neuen Varianten

(Zu-)Haltung bewahren

Das Programm des transpondercodierten Sicherheitsschalters CTP mit Zuhaltung wurde um drei Varianten erweitert: den CTP-BI mit bistabiler Zuhaltefunktion, den CTP-EX für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen sowie den CTP-Extended für die Integration von bis zu drei Bedienelementen.


Die transpondercodierten Sicherheitsschalter CTP mit Zuhaltung wurden um drei Varianten erweitert: CTP-BI (links), CTP-EX (Mitte), CTP-Extended (rechts).
Bilder: Euchner GmbH + Co. KG

Der CTP-BI ist mit einer bistabilen Zuhaltefunktion ausgestattet. Im Normalbetrieb wird die Zuhaltung über ein Eingangssignal angesteuert. Beim Abschalten der Betriebsspannung des Schalters verharrt die Zuhaltung jedoch stets in ihrer aktuellen Stellung. Die Schutztür bleibt entweder zugehalten oder lässt sich beliebig öffnen und schließen. Der bistabile Zuhaltemagnet verhindert somit, dass bei Stromausfall Personen bei geöffneter Schutzeinrichtung versehentlich eingeschlossen werden. Die bistabile Funktion des Magneten verhindert auch die Deaktivierung einer Zuhaltung bei Stromausfall. Bei nachlaufenden Maschinenbewegungen kann der Gefahrenbereich nicht unmittelbar betreten werden. Mit dem CTP-EX wurde eine Variante entwickelt, die speziell für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet ist. Der Sicherheitsschalter kann in der Zone 2 (Umgebung Gase) und Zone 22 (Umgebung Stäube) eingesetzt werden. Um den hohen Anforderungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gerecht zu werden und die Anforderungen gemäß ATEX-Richtlinie zu erfüllen, wurden verschiedene konstruktive Maßnahmen vorgenommen. So wurde beispielsweise eine zusätzliche Schutzumhausung vorgesehen und Vorkehrungen zur Vermeidung von Funkenbildung getroffen. Der Sicherheitsschalter CTP-Extended bietet die Möglichkeit, bis zu drei Bedienelemente, wie z.B. beleuchtete Drucktaster, Anzeigeelemente oder einen Not-Halt, in den Schalterdeckel zu integrieren. Dies erlaubt, Steuersignale wie z.B. Not-Halt, Türanforderung oder Quittierung direkt am Sicherheitsschalter auszulösen. Ein separat abgesetztes Gehäuse für Befehlsgeräte wird nicht mehr benötigt. Die intern verdrahteten Bedienelemente und der Anschluss des Sicherheitsschalters über einen M23-Steckverbinder reduzieren den Verdrahtungsaufwand bei der Inbetriebnahme. In Kombination mit einem Riegelsystem stellt das Gerät eine Komplettlösung für eine Schutztürabsicherung mit Griff und Anschlag dar. Alle Sicherheitsschalter der Baureihe CTP verfügen über eine Zuhaltung mit Zuhaltungsüberwachung und erfüllen alle Anforderungen der EN ISO13849-1 und EN ISO14119.