Erschienen am: 03.03.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 3 2017

Lichtwellenleiter in rauer Industrieumgebung

e-light S macht flexibel

Medienkonverter bieten in der Automatisierung nach wie vor die einfachste Lösung, um elektrische Signale in optische zu wandeln und umgekehrt. Bisher werden sie vornehmlich in Schaltschränken installiert, und die Lichtwellenleiter sind nicht direkt an die Medienkonverter angeschlossen, sondern jeweils über eine Spleißbox. Weil sich solche statischen Verbindungen jedoch weder für flexible Produktionsprozesse noch für mobile Anwendungen eignen, sind hier neue Ansätze gefragt.


Das System e-light S

Als neue Lösung für die optische Datenübertragung in der Feldebene besteht e-light S aus einem kompakten Ethernet-Medienkonverter einschließlich M50-Verschraubung und vorkonfektionierten Lichtwellenleiterkabeln mit Single- oder Multimodefasern, die in kundenspezifischen Varianten erhältlich sind. Die Lösung lässt sich an Schaltschranktüren oder Maschinengehäusen mit einer Wandstärke von bis zu 4mm montieren und nach dem Plug&Play-Prinzip in Betrieb nehmen. Da die Buchse für das Lichtwellenleiterkabel, die ebenso wie der Stecker und die M50-Verschraubung die Anforderungen der Schutzart IP65 erfüllt, nach außen zeigt, können die vorkonfektionierten Kabel leicht angeschlossen werden. Dadurch ermöglicht der e-light S - anders als klassische Medienkonverter - eine flexible Anbindung von Maschinen und mobilen Applikationen. Die elektrische Schnittstelle, die Fast Ethernet unterstützt, (10/100 Mbit/s), ist nach innen gerichtet und wird über ein RJ45-Patchkabel angeschlossen.

Das System e-light S besteht aus einem Ethernet-Medienkonverter einschließlich IP65-Verschraubung und vorkonfektionierten LWL-Kabeln.
Bild: EKS Engel GmbH & Co. KG

EKS Engel hat mit e-light S ein vielseitiges System für die optische Datenübertragung in rauer Industrieumgebung entwickelt. Es besteht aus einem robusten Ethernet-Medienkonverter einschließlich IP65-Verschraubung und vorkonfektionierten LWL-Kabeln, die sich leicht anschließen und im Fehlerfall schnell austauschen lassen.

Schutz vor Staub und Wasser

Der Medienkonverter hat ein Gewinde, das von innen durch die Wand von Schaltschranktüren oder Maschinengehäusen gesteckt werden kann, wozu lediglich eine runde Aussparung mit 50mm Durchmesser erforderlich ist, und dann von außen mit einer Mutter verschraubt wird. Ein Dichtring sorgt dafür, dass die Öffnung gemäß IP65 vor Staub und Wasser geschützt ist. Die Schnittstelle für die elektrische Datenübertragung, die über ein Patchkabel angeschlossen wird, zeigt nach innen und die Buchse für den optischen Stecker nach außen.

Dezentral und nah am Prozess

Durch die lösbare IP65-Anschlustechnik lassen sich Maschinen - im Unterschied zu statischen Verbindungen - ohne Spleißen der LWL-Kabel flexibel an das Netzwerk anbinden, oder anders ausgedrückt: Der Medienkonverter kann nicht nur im Schaltschrank eingesetzt werden, sondern auch dezentral, also in unmittelbarer Nähe der Prozesse. Darüber hinaus lassen sich mit ihm auch mobile Anwendungen vernetzen. Im Sicherheitsbereich werden bereits heute Container verwendet, die mit Kommunikationstechnik ausgestattet sind und je nach Situation versetzt werden können. Das ließe sich beispielsweise auf den Tunnel- oder Bergbau übertragen, wo im Zuge des Vortriebs immer wieder Änderungen in der IT-Infrastruktur erforderlich sind.