Erschienen am: 22.05.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 5 2017

Box-PCs für rechenintensive Aufgabenstellungen

Nicht nur ein bisschen PC

Ob komplexe Applikationen im Umfeld der industriellen Bildverarbeitung, der Automatisierung oder anderen rechenintensiven Aufgabenstellungen, die neuen Industrie-PCs von Aprotech meistern Ihre Anforderungen. Ausgestattet mit Skylake, der 6. Prozessor-Generation von Intel, und einer Vielzahl von Schnittstellen sind sie wahre Kraftwerke und Multitalente zugleich.


Die für den industriellen Einsatz konzipierten Box-PCs sind hoch spezialisierte Rechenkünstler. Oft in beengter und unbelüfteter Umgebung eingesetzt, wie z.B. in Schaltschränken oder auch immer häufiger in Fahrzeugen, müssen sie hart im Nehmen sein. In der Produktion kommen nicht selten staubige und ölhaltige Luft hinzu, was eine weitere Herausforderung an die Hardware stellt. Office-Desktop-PCs machen unter solchen widrigen Bedingungen schnell schlapp. Um Stillstandszeiten zu vermeiden sollten PCs zum Einsatz kommen, die durch ihre Konstruktion diesen Umgebungsbedingungen die Stirn bieten. Die Box-PCs werden daher lüfterlos betrieben. Dies ist durch die Kombination eines ausgeklügelten passiven Kühlkonzepts und der geringen Leistungsaufnahme der eingesetzten Komponenten möglich. Hierdurch wird keine verschmutze Luft eingesogen und die Geräte können in Umgebungen mit einer Temperatur bis zu 70°C eingesetzt werden.

Die Kommunikation via Profinet und Ethercat wird unterstützt

Neben der Robustheit erfüllen die Box-PCs auch die Anforderungen an Connectivity und Functionality. Die RS232/485 Schnittstellen gibt es nicht mehr, zumindest was den Consumer Markt betrifft. In der Industrie sind die seriellen Schnittstellen aber noch häufig im Einsatz und leisten gute Dienste. Daher stehen im kleinsten bis zum Highend Modell mindestens zwei dieser Schnittstellen zur Verfügung. In Sache Kommunikationsgeschwindigkeit stellen die neuen Technologien einen Quantensprung dar: isolated high-speed digital I/Os, LED Lighting-Controller, Kamera-Trigger, Camera Link, CoaXPress, USB3.0, PoE, 10GigE... Übertragungstechnologien, die in den Box-PCs zur Realisierung komplexer Aufgabenstellungen bereits integriert sind. Zudem werden neben den Standard Ethernet-Protokollen (TCP/IP und UDP) auch Ethercat und Profinet unterstützt.

Geräte im Booksize Format

Die Einbausituationen sind mannigfaltig, eines haben sie aber fast alle gemeinsam, das geringe Platzangebot. Diese Tatsache fordert ein gut durchdachtes mechanisches Gesamtkonzept von Montagemöglichkeiten, Formfaktor und Baugröße. Die Geräte sind daher für die Wand- und Hutschienen-Montage konzipiert. Die Baugrößen sind in Relation zur Performance und der Schnittstellendichte äußerst kompakt. Auch an die Kabelführung wurde gedacht. Manche Einbausituationen erfordern es, dass die Schnittstellen frontseitig zugänglich sind, hierfür werden IPCs im sogenannten Booksize Format angeboten. Die Box-PCs werden weltweit in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Daher ist es wichtig auch bezüglich Betriebsspannung eine maximale Flexibilität zu gewährleisten. Die Geräte werden im Weitspannungsbereich von DC 9V bis DC 36V oder mit einem entsprechenden Netzteil (z.B. AC 230V bis DC 24V) betrieben. Im letzten Jahr hat sich gerade in Anbetracht der Performance, der Schnittstellen-Vielfalt und Dichte, sowie der Energieeffizienz viel getan. Applikationen, die mit älteren Industrie-PCs ausgestattet sind, können durch den Einsatz neuer Industrie-PCs deutlich effizienter realisiert werden. Vergleicht man das Pricing der älteren IPCs mit den neuen (6. Prozessor-Generation von Intel), stellt man fest, dass diese nahezu gleichauf sind. Bezieht man nun noch den Produktlebenslauf und somit die Langzeitverfügbarkeit mit in die Entscheidungsfindung ein, ist der Einsatz neuer Industrie-PCs, in vielen Fällen absolut sinnvoll und wirtschaftlich.