Erschienen am: 22.05.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 5 2017

Flächenhafte Schwingungsprüfung großer Strukturen

Extra Abstand halten

Für flächenhafte Schwingungsmessung steht Messtechnikern mit dem PSV Xtra eine neue Option zur Verfügung, um große Strukturen zu untersuchen und zwar aus größerem Abstand und ohne Einbußen bei der Qualität des Messsignals. Die Xtra-Technologie weist eine höhere optische Empfindlichkeit auf, was u.a. bei längeren Arbeitsabständen oder bei schwach rückstreuenden Oberflächen zum Tragen kommt.


Es vermeidet in vielen Fällen Oberflächen vorbehandeln zu müssen und erleichtert den Aufbau sowie das Einrichten des Messsystems. Ob bei 1D- oder 3D-Schwingungsmessung, aufwendiges Umpositionieren und damit verbundenes Neueinrichten wird obsolet. Dies reduziert die Vorbereitungs- sowie die reine Messzeit deutlich. Der Messkomfort kommt durchaus gelegen, bleiben den Messingenieuren in der Praxis noch genügend schwer bis gar nicht kontrollierbare Umwelteinflüsse: Wind und Wetter stellen im Freien oder bei Feldtests genug Herausforderungen. So werden mit Kunden große Flugzeugtragflächen, der komplette Rumpf oder Segmente daraus großflächig gescannt. Bei Windkanalmessungen von Automobilen misst das Schwingungsmesssystem aus sicherem Abstand außerhalb der kritischen Luftstromzone. Windkraftanlagen sind alleine von deren Dimension her immer eine besondere Herausforderung und auch bei Betriebsschwingungsanalysen von Transformatoren im Feld zahlt sich der Einsatz eines PSV-500-3D Scanning Vibrometers mit der Xtra-Technologie aus. Durch eine bis zu acht mal höhere optische Empfindlichkeit ergeben sich bei der Analyse eindeutigere Daten. Zudem vergrößert die neue Option das Signal/Rausch-Verhältnis (SNR) und verringert damit die Anzahl erforderlicher Mittelungen bei gleichem Ergebnis. An unkooperativen Oberflächen wie z.B. bei schwarzen Autoreifen bietet das Upgrade der Scanning Vibrometrie Geräte eine deutliche Verbesserung des Messsignals um mit gewohnter Laserpräzision Fahrkomfort, Haltbarkeit und Geräusch zu optimieren. Eine erhöhte optische Empfindlichkeit hilft ebenso bei hochfrequenten Messungen wie der zerstörungsfreien Materialprüfung mittels Oberflächenwellen. Das somit stärker empfangene Lichtsignal führt hier zur besagten Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses und in Konsequenz zur höherer Messdatenqualität. Zudem kann in vielen Fällen - wie beim Messen auf CFK-Platten - sogar auf eine aufwendige Oberflächenvorbehandlung verzichtet werden.