Erschienen am: 14.04.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN Hannover Messe 2017

MRK, Sensorik und intelligente Fabrik

Intelligent automatisieren

Pilz präsentiert auf der Hannover Messe Branchenlösungen, Produktneuheiten und Dienstleistungen für komplette Automatisierungslösungen. Neuheiten für die Bereiche Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) und Sensorik sowie die intelligente Fabrik stehen dabei im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftrittes. Auch die Bereiche Steuerungs- und Antriebstechnik sowie die passenden Diagnose- und Visualisierungssysteme und die dazu gehörende Software sind Teil des Messeauftrittes.


Echte MRK kommt ohne trennende Schutzzäune zwischen Mensch und Roboter aus. Wie dies sicher umgesetzt werden kann, zeigt Pilz auf dem Messestand am Beispiel einer nach dem Prinzip der Leistungs- und Kraftbegrenzung und komplett mit Produkten aus dem Portfolio von Pilz abgesicherten MRK-Applikation. Hier kommen gleich zwei neue Produkte für die sichere MRK zum Einsatz. Mit dem Kraft- und Druckmesssystem ProbMs bietet Pilz ein komplettes Paket für die Validierung von MRK-Applikationen an. Im Set enthalten ist ein Kollisionsmessgerät gemäß ISO/TS15066. Das Kraft- und Druckmesssystem ist international auf Mietbasis erhältlich. Dank jederzeit exakter Messung kann damit die Produktivität und Zuverlässigkeit von MRK-Anwendungen erhöht werden. Auch der neue Sicherheits-Laserscanner PsenScan unterstützt Anwender von Roboterapplikationen: Insbesondere in schlecht einsehbaren Gefahrenbereichen solcher Applikationen können Personen leicht unbemerkt bleiben. Im Gegensatz zur Absicherung durch Lichtgitter überwacht der Sicherheits-Laserscanner permanent den gesamten Gefahrenbereich. So wird ein Wiederanlaufen verhindert, falls sich noch eine Person im Gefahrenbereich befindet. Dies sorgt für eine gesteigerte Produktivität sowie Ergonomie der Anlage und erhöht gleichzeitig die Sicherheit.

Safety für Industrie 4.0

Bei modular aufgebauten und verteilten Maschinen und Anlagen ist die Vernetzung der Applikation wesentlich. Das Modell einer Smart Factory zeigt, wie individualisierte Produkte flexibel, kosteneffizient und anwenderfreundlich gefertigt werden können. Dabei setzt sich das Modell aus drei Modulen zusammen, die miteinander vernetzt, als intelligente Produktionsstraße personalisierte Produkte herstellen. Vom Sensor über den Antrieb bis hin zur Steuerung sind alle Komponenten von Pilz. Neu dabei: Der elektrisch aktivierbare Not-Halt-Taster Pitestop Active. Er signalisiert durch Beleuchtung, ob er aktiv ist oder nicht. Maschinen- und Anlagenteile lassen sich gemäß ISO13850 je nach Bedarf sicher aktiv oder inaktiv schalten. So sind flexible Sicherheitskonzepte, wie sie vor allem auch die Smart Factory fordert, einfach umsetzbar. Damit trägt Pitestop Active dazu bei, ganz im Sinne von Industrie 4.0 mehr Flexibilität und mehr Modularisierung zu ermöglichen. Auch mit in Hannover: Das neue IIoT-Gateway Industrial PI für die digitale Automation. Als Gateway ebnet Industrial PI den Weg in die Cloud und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung einer Smart Factory. Der Industrial PI von Pilz ist durch frei verfügbare Software in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar. Als IIoT-Gateway sammelt der Industrial PI Daten im direkten Umfeld von Maschinen und Anlagen, wertet sie aus und verarbeitet sie. So verbindet das neue IIoT-Gateway von Pilz das Internet der Dinge der industriellen Umgebungen mit Cloud-Services. Damit stellt es eine Lösung für Industrie 4.0 dar.

Webbasierte Visualisierungslösung

Auch der Bereich Bedienen und Beobachten wurde erweitert: Auf der Hannover Messe stellt Pilz die neue Version 1.4 der webbasierten Visualisierungslösung Pasvisu vor: Bei dieser erlaubt eine OPC UA-Schnittstelle die Anbindung an die Kleinsteuerungen PnozMulti und andere Steuerungssysteme. Damit werden Steuerung und Visualisierungssoftware miteinander verknüpft und alle Informationen der Steuerung übernommen. Das bringt Vorteile vom Engineering über die Runtime bis zur Wartung: Automatisierungsprojekte lassen sich schneller umsetzen, da manuelle Eingabe und Zuordnung von Variablen entfällt.