Erschienen am: 22.05.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 5 2017

IO-Link Sensoren für Getränkeabfüllanlagen

Sauber - sicher - zuverlässig

Als internationaler Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränke-, Food- und Non-Food-Industrie nimmt die KHS GmbH eine führende Stellung in der Branche ein. Besonders Hochleistungsanlagen, aber auch Lösungen für kleinere Ausstoßleistungen befinden sich im Angebot. In den Getränkeabfüllanlagen können über 80.000 PET-Flaschen oder 2.000 Kegs (Gastronomiefässer) pro Stunde verarbeitet werden.


Für die Druckmessung setzt KHS bereits seit längerem auf Jumo Produkte. Neuerdings sind auch die ersten IO-Link-Sensoren im Einsatz. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Über einen 3-Leiter-Anschluss mit einer M12-Steckverbindung ist die einfache Integration in etablierte Feldbussysteme und damit die Kommunikation in die unterste Feldebene möglich. Sensoren können somit wesentlich einfacher ausgetauscht, sowie Maschinen und Anlagen schneller in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus reduziert sich der Verkabelungsaufwand erheblich. Diese Punkte haben auch die Verantwortlichen bei der KHS GmbH überzeugt. In den Ventilknoten der Abfüllanlagen für Flaschen oder Fässer müssen Temperaturen und Druck zuverlässig und genau gemessen werden. Erfasst und verarbeitet werden diese Werte in einer übergeordneten Steuerung. Als IO-Link-Drucksensor kommt der dTrans p35 zum Einsatz. Dieser deckt einen Messbereich von -1 bis +600bar ab. Die Genauigkeit bei +20°C Umgebungstemperatur liegt bei 0,5 Prozent der Messspanne, die Langzeitstabilität bei weniger als 0,2 Prozent. Der ebenfalls verwendete Temperatursensor dTrans T1000 mit IO-Link arbeitet mit einem bewährten Pt1000-Sensor. Der Messbereich beträgt -50 bis +260°C. Beide Sensoren können mit einer identischen Software konfiguriert werden und verfügen über verschiedene Schaltfunktionen wie Schaltpunkt, einstellbare Hysterese, Schaltverzögerung oder Fensterfunktion.

Modulare Prozess-Anschlussadapter

Besonders wichtig beim Einsatz in Getränkeabfüllanlagen ist natürlich eine hygienisch sichere Anschlusstechnik. Hier konnte Jumo mit dem hauseigenen Peka Prozess-Anschlussadaptersystem punkten. Das modulare Adaptersystem ist für eine Vielzahl von Messinstrumenten verwendbar und bietet ein breites Spektrum an Prozess-Anschlussadaptern. Die frontbündig eingebaute Dichtung des Adaptersystems kann in verschiedenen Werkstoffen geliefert werden, wie etwa FPM, EPDM oder Silikon. Bei der Demontage, zum Beispiel für eine Rekalibrierung, wird die Dichtung nicht zerstört und kann somit mehrfach verwendet werden. Das jeweilige Messinstrument ist deshalb beliebig oft montier- und demontierbar. Die Verbindung vom Peka zum Prozessanschluss wurde nach den EHEDG-Richtlinien für den Einsatz in Anlagen begutachtet und zertifiziert; sie ist somit optimal geeignet für den hygienegerechten Einbau in Maschinen und Anlagen. CIP- oder SIP-Reinigung sind problemlos möglich. Die weiteren Anforderungen an Geräte für diese speziellen Einsatzfälle, wie Material, IP-Schutzart und erhöhte Temperatur, werden ebenfalls erfüllt. Es stehen je nach Anforderung verschiedene Prozessanschlüsse zur Verfügung, wie Varivent, Milchkegel, Clamp oder Schweißflansche. Damit ist eine Montage an den unterschiedlichsten Einbaustellen möglich.

Fazit

Aufwandsreduzierte Montage-, Reinigungs- und Reparaturprozesse senken Stillstandszeiten einer Anlage sowie die dadurch anfallenden Kosten auf ein Minimum. Medienberührende Teile aus Edelstahl sowie ein totraumfreies System verhindern mikrobielle Kontamination und gewährleisten somit höchste Prozesssicherheit. Die Kombination aus IO-Link-Sensoren und dem Peka-Adapersystem garantieren bei der KHS GmbH ein Höchstmaß an Sicherheit und Flexibilität.