Erschienen am: 11.08.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 8 2017

Flexible Farberkennung für große Arbeitsbereiche

Präzise Farbdetektion

Der große Arbeitsbereich des Farbsensors FT 55-CM, die flexible Farberkennung (der Sensor unterscheidet bis zu zwölf Farben) sowie die komfortable Bedienung ermöglichen vielfältige Anwendungen im Bereich Farberkennung und -sortierung.


Der Farbsensor FT 55-CM ist mit einem Metallgehäuse (IP67/69/Ecolab) in Kompaktbauform (50x50x25mm) und um 270° drehbaren Metallsteckern ausgestattet.
Bild: SensoPart Industriesensorik GmbH

Das große LCD-Display und die Fernkonfiguration über SensoVisual und IO-Link ermöglichen eine einfache Bedienung und Konnektivität. Der Sensor ist mit drei verschiedenen Arbeitsbereichen (12 bis 32, 18 bis 22 oder 30 bis 150mm) erhältlich. Die ersten beiden Varianten (CM1 bzw. -CM3) sind speziell für den Nahbereich: Dank effektiver Glanzunterdrückung ermöglicht die Variante CM1 eine zuverlässige Farberkennung auch auf reflektierenden Oberflächen; die Variante CM3 mit schmalem Lichtfleck (1x4mm) und doppelter Schaltfrequenz (6kHz) ist für die Erkennung kleiner Targets sowie für Hochgeschwindigkeitsanwendungen ausgelegt. Die Fernbereichsvariante CM-4 bietet eine Reichweite von 30 bis 150mm bei hoher Tiefenschärfe. Bei der Farbeinstellung stehen zwei Arbeitsmodi - Farberkennung und Farbzuordnung (Best Fit) - zur Verfügung. Im ersten Modus können wahlweise Einzelfarben oder Farbbereiche eingelernt oder - bei Targets mit größeren Schwankungen in der Farbhelligkeit oder im Farbwert - eingescannt werden. Farbtoleranzen lassen sich feinstufig (neun Stufen) wählen bzw. über IO-Link anpassen. Darüber hinaus lässt sich die Detektion mehrerer Farben logisch verknüpfen oder eine Farbe erkennen und eine zweite zwingend ausschließen. Im Best-Fit-Modus müssen keine Toleranzen eingestellt werden, da der Sensor automatisch immer die am besten passende der eingelernten Farben wählt und ausgibt. In beiden Modi kann der Sensor zudem getriggert betrieben werden. Durch eine simultane Abstandsmessung wird die Helligkeit unabhängig vom Objektabstand sicher erkannt und bewertet. Dadurch wird eine präzise Unterscheidung möglich, ob sich lediglich die Helligkeit ändert oder aber zwei verschiedene Farben vorliegen. Auf diese Weise wird eine präzise Farbdetektion auch bei schwankendem Objektabstand sichergestellt; hilfreich ist die Funktion auch bei der Erkennung von 'Nichtfarben' wie Schwarz, Weiß und Grau. Zudem lässt sich das Schaltverhalten des Sensors flexibel an die Anwendung anpassen. Die Variante mit 5-poligem Stecker bietet drei frei konfigurierbare Schaltausgänge, die sich mittels binärer Codierung mit bis zu sieben Farben belegen lassen, bei der 8-Pol-Variante sind es sogar fünf Ausgänge für bis zu zwölf Farben.