Erschienen am: 11.08.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 8 2017

Schalter, Relais, Schütze und Taster

Im Maschinen- und Anlagenbau dienen Schalter, Relais, Schütze und Taster dazu, elektrisch leitende Verbindungen entweder herzustellen oder zu trennen. Als klassische Bedienelemente werden Taster durch Drücken betätigt, Schalter - Relais und Schütze fungieren hingegen für gewöhnlich maschinen- oder anlagenintern.


Während es sich bei Schützen um elektromagnetische Schalter handelt, die für höhere Schaltleistungen ausgelegt sind (etwa ab 500 W bis zu mehreren hundert kW), kommen die in der Regel deutlich kompakteren Relais bei kleineren Schaltleistungen zum Einsatz. Es gibt zahlreiche Relaisarten wie beispielsweise Halbleiterrelais, bistabile Relais, gepolte Relais oder Kleinrelais. Schützschaltungen bestehen normalerweise aus zwei Stromkreisen, dem Steuerstromkreis und dem Hauptstromkreis. Gemeinsam haben beide Komponenten, dass sie fernbetätigt werden. Im Gegensatz zum Relais oder Schütz, bei denen der Schaltzustand durch ein Steuersignal geändert wird, erfolgt dies bei einem Schalter entweder durch eine mechanische Betätigung oder ein Magnetfeld. Da Taster meist durch Maschinenbedienpersonal betätigt werden, müssen diese eine gewisse Robustheit aufweisen. Als von außen sichtbare Maschinenelemente müssen sie häufig auch bestimmten ästhetischen Anforderungen genügen. Im Industrieumfeld besitzen Taster nicht selten zwei Kontaktpaare: einen Schließer und einen davon elektrisch getrennten Öffner. Eine ganze Gruppe von Tastern wird als Tastenfeld bezeichnet. (jwz)

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