Erschienen am: 11.08.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 8 2017

Christiani Ausbildertag 2017

Duale Berufsausbildung - künftig nur noch digital?

Unter dem Motto 'Beruflich bilden - modern, alternativ und traditionell gut' zeigt der diesjährige Christiani Ausbildertag unterschiedliche betriebliche und schulische Ansätze, um Berufsausbildung zukunftsfähig zu strukturieren.


18. Christiani Ausbildertag

Termin :

28. und 29. September 2017

Veranstaltungsort:

Bildungsakademie Singen

Weitere Infos und Anmeldung:

christiani-ausbildertag.de

Bild: Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG

Auch wenn Digitalisierung und Industrie 4.0 über Jahre eine große Herausforderung für das Ausbildungspersonal sowie das Lehrpersonal an den Berufsschulen sein wird: Nicht alle Aufgaben sind digital und nicht alles lässt sich digital (besser) lösen. Wirtschaftsfachleute, Politiker, Pädagogen, Praktiker und Zukunftsforscher übertreffen sich gerne mit Einschätzungen, Prognosen und Visionen, konkrete Konzepte und adaptierfähige Praxisbeispiele bleiben aber genauso gerne Mangelware.

Gegen Verunsicherung und Zukunftsangst

Solche Debatten lösen nicht selten Verunsicherung und Zukunftsangst bei allen Beteiligten aus. Der 18. Christiani Ausbildertag will genau dieser Entwicklung entgegenwirken. Es gibt gute Ansätze für eine moderne Ausbildung und es gibt alternative Beispiele für gute Pädagogik auch ohne 'bits and bytes'. Die richtige, angemessene Ausbildung in Berufsschule und Betrieb ist weiterhin der Garant für den eigentlichen USP der dualen Bildung: 'traditionell gut'. Ob digital oder traditionell - das ausbildende Personal entscheidet über die bestmögliche Qualifizierung. Unsere schnelllebige Gesellschaft verändert sich rasant; Herausforderungen für die Ausbildung liegen nicht nur in Technologie und Prozessentwicklung - auch sozial und kulturell stellen zunehmend heterogenere Ausbildungsgruppen hohe Ansprüche an Ausbilder und Lehrer.

Die Stärken des dualen Systems beibehalten

Es liegt in der Natur der Sache, dass Veränderungen in Betrieben unterschiedlicher Struktur und Größe oder auch in Schulen mit unterschiedlicher Ausstattung und Ausprägung unterschiedlich schnell von statten gehen. Das darf aber nicht dazu führen, dass die eigentliche Stärke der dualen Bildung - die Dualität von Schule und Betrieb (auf Augenhöhe) - verloren geht. Wir dürfen keinen zurücklassen, dass gilt auch für das Thema Digitalisierung. Doch was sind wir bereit, auf dem Altar der Digitalisierung zu opfern? Ist hohe Qualität gleichzusetzen mit digital oder war früher alles besser - diese und andere Fragen werden am 28. und 29. September im Rahmen des Ausbildertags genauso diskutiert, wie die neuesten Änderungen in Ausbildung und Prüfung - von Stanz- und Umformtechnik bis zur Hochvolttechnologie.

Digitalisierung spielend erlernen

In der angeschlossenen Fachausstellung zeigt Christiani u. a., wie mit Lego Education oder Fischertechnik viele Grundlagenthemen bis hin zu Informatik und Robotik, aber auch die Anforderungen der Digitalisierung, spielend erlernbar sind. Ausstellungsschwerpunkte, wie das mechatronische System Ubifactory und die Flemobox, zeigen, dass guter Ausbildung keine Grenzen gesetzt sind - weder digital noch analog.