Erschienen am: 06.10.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 10 2017

Produktübersicht SPS-Systeme

Die Steuerung und die Cloud rücken immer enger zusammen. Dabei geht es heute nicht um die Frage, ob die Steuerung aus der Cloud kommt. Vielmehr dienen die Services aus der Wolke dazu, die Automatisierung mit ergänzenden Funktionalitäten - derzeit insbesondere im Bereich Analytics - zu ergänzen.


Eine Maschine, die harte Echtzeitanforderungen hat ist mit der Steuerung aus der Cloud schon aufgrund des begrenzenden Faktors der Lichtgeschwindigkeit nicht zu realsieren. Eine Steuerung in einem Rechenzentrum tausende Kilometer entfernt bedeutet Verzögerungen im Millisekundenbereich, die bei harten Echtzeitanforderungen unakzeptabel sind. Dies wohlgemerkt allein durch die begrenzende Wirkung der Lichtgeschwindigkeit. Aber das bedeutet nicht, dass die Steuerung aus der Cloud nicht kommen wird. Viele Anwendungen können mit Verzögerungszeiten im Bereich von 50 bis 500ms problemlos klarkommen. Zudem kann die Steuerung durch die Cloud um Funktionen ergänzt werden, die nicht zwingend mit jedem SPS-Zyklus erfolgen müssen. Die Steuerung, wie wir sie kennen, dürfte uns daher noch lange begleiten. Sie ist auch fast 50 Jahre nach ihrer Erfindung ein junges Produkt, das perfekt auf die Anforderungen der Automatisierer zugeschnitten ist. Sie ist skalierbar, modular, sehr schnell und sehr robust. Zudem ist sie sehr kommunikativ und verbindet die Welt der klassischen IT-Kommunikation mit der robusten und deterministischen Feldkommunikation. Mit der Cloud gewinnt die SPS-Welt neue Möglichkeiten, von denen die Anwendungen erheblich profitieren werden, gleichgültig, ob es um Data Analytics, Sprachsteuerung, Mobile Anwendungen oder auch völlig neue Geschäftsmodelle geht. Die Cloud und die SPS sind auf jeden Fall ein starkes Duo. (kbn)