Erschienen am: 06.10.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 10 2017

PWC Konjunkturprognose im 2. Quartal

Maschinenbau-Barometer auf neuem Rekordhoch

Die Stimmung im deutschen Maschinenbau ist laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC optimistischer denn je: 94 Prozent der Maschinenbauer (Vorquartal: 84 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs. 84 Prozent erwarten eine positive Konjunkturentwicklung in den kommenden zwölf Monaten.


Ausbau der Digitalisierung im deutschen Maschinenbau
Bild: PwC PricewaterhouseCoopers AG

Leicht verbessert hat sich auch das Stimmungsbild im Hinblick auf die Weltwirtschaft: 65 Prozent bewerten die aktuelle Weltwirtschaftslage positiv und jeder Zweite erwartet in den nächsten zwölf Monaten globales Wirtschaftswachstum. Stabile bis wachsende Margen und Verkaufspreise sowie eine durchschnittliche Auslastung von 92 Prozent sorgen für eine sehr gute Stimmungslage im deutschen Maschinenbau. Die hohe Auslastung könnte dabei auch zu wachsenden Beschäftigungszahlen führen: 51 Prozent der befragten Maschinenbauer planen eine Erhöhung der Anzahl der Vollzeitbeschäftigten. Doch der hohe Bedarf an Personal stellt die Betriebe auch vor Herausforderungen: 70 Prozent der Befragten befürchten Schwierigkeiten durch einen Mangel an Mitarbeitern in der Produktion und im Service, drei Viertel sehen im Fachkräftemangel generell ein Hindernis für ihr Unternehmenswachstum.

Nachholbedarf in puncto Digitalisierung

Im Hinblick auf den Digitalisierungsgrad besteht vor allem in der Produktion Nachholbedarf, denn sie schneidet von allen Unternehmensbereichen am schlechtesten ab: Lediglich 26 Prozent sehen den Digitalisierungsgrad hier als hoch bis sehr hoch an. Die Funktionen Beschaffung und Vertrieb schätzen dagegen 54 Prozent bzw. 49 Prozent der Befragten als stark digitalisiert ein. Sie liegen zusammen mit dem Bereich Marketing an der Spitze der drei am besten digitalisierten Bereiche. Dementsprechend wollen die befragten Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten die Digitalisierung in der Produktion am stärksten forcieren (54 Prozent), doch auch im Vertrieb soll die Digitalisierung noch weiter voran gebracht werden (51 Prozent).

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