Erschienen am: 14.11.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN SPS-Special 2017

Softwaretools für Planung und Engineering

Kombinierte Stärke

Jeden Tag eröffnet die vierte industrielle Revolution neue Möglichkeiten, Nutzen und Vorteile aus dem schnell wachsenden Strom an Daten und Informationen zu gewinnen. Integrierte Software-Tools für eine effektive Planung und das Engineering von Automatisierungslösungen helfen, dieses Potenzial auszuschöpfen. Sie sorgen für kurze Entwicklungszeiten, hohe Kompatibilität und eine verstärkte Nutzung von Daten.


Mit den Softwaretools Automation Builder und Zenon bietet ABB zwei Lösungen für wirtschaftliches Engineering an.
Bild: ABB Automation Products GmbH

Mit der integrierten Engineering Suite Automation Builder 2.0 und der Betriebsdatenmanagement-Software ABB Zenon bietet ABB zwei Lösungen, die ein wirtschaftliches Engineering und den Betrieb auch komplexer Anwendungen gewährleisten. Als Bestandteil von ABB Ability helfen die Tools Maschinenbauern, Systemintegratoren und Kunden aus der Fertigungsindustrie, die Vorteile des industriellen Internets der Dinge bestmöglich zu nutzen. Die Vorteile für die Kunden durch die beiden Tools bestehen in kurzen Entwicklungszeiten, hoher Kompatibilität und einer verstärkten Nutzung von Daten. Über den verbesserten Einblick in den Prozess können sie zudem die Produktivität steigern. Für Unternehmen ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass sie ihre kompletten digital vernetzten Automatisierungslösungen von einem einzigen Anbieter beziehen können.

Simulation komplexer Anwendungen

Der Automation Builder fasst alle für die Konfiguration, Programmierung, Fehlerbeseitigung und Pflege von Automatisierungsprojekten notwendigen Tools unter einer gemeinsamen, intuitiven Benutzeroberfläche zusammen. SPSen, Antriebe, Panels und Roboter von ABB lassen sich mit der integrierten Software Suite in eine Automatisierungslösung integrieren. Das umfasst die Datenhaltung in einem Projekt sowie den Datenaustausch mit der mechanischen und elektrischen Konstruktion. Durch die Verknüpfung dieser Daten können virtuelle Modelle für die virtuelle Inbetriebnahme bzw. das Testen eines Prototyps schneller aufbereitet werden. Ganze Anlagen lassen sich bereits virtualisieren, die mithilfe der Software Suite konfiguriert und programmiert wurden. Mit der Version 2.0 können Maschinenbauer und Systemintegratoren eine virtuelle Inbetriebnahme durchführen, mit der sie bei geringem Aufwand unterschiedliche Anwendungen simulieren und automatisieren. Das macht es möglich, das gesamte System zu einem früheren Zeitpunkt reibungslos zu testen, auch wenn die notwendige Hardware noch nicht bereit ist. Selbst komplexe Systeme lassen sich schnell und effizient aufbauen und damit die nahtlose Zusammenarbeit aller Komponenten sowie eine hohe Verfügbarkeit und Systemsicherheit sicherstellen.

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Kommunikation, Konnektivität und Regelung

Die Betriebsdatenmanagement-Software ABB Zenon hat den Vorteil, dass sie eine hochwertige Visualisierung für die einfache Nachvollziehbarkeit und hohe Transparenz von Produktionsprozessen ermöglicht, ebenso wie die native Konnektivität mit mehr als 300 Kommunikationsprotokollen. Sie integriert darüber hinaus ein Energiedaten-Managementsystem sowie umfassende Sicherheitsmerkmale. Die Software fungiert als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, Fertigungsüberwachung, Bedienung, Datenerfassung, Planung und Leistungsberichten. Als offenes Supervisory-Control-and-Data-Acquisition-System bietet die Software die sichere Überwachung, Bedienung, Prüfung, Datenerfassung und Berichterstattung für Fertigungsanlagen. Sie ist dabei von der einzelnen Maschine bis zur Zusammenfassung mehrerer Fertigungsstandorte skalierbar. Die Multi-User-Kapazitäten sowie das objektorientierte Design sorgen für niedrige Anfangskosten und eine hohe Produktivität im Engineering-Bereich. Durch die offene Architektur der Engineering-Oberfläche und die Integration mit dem Automation Builder fügt sie sich problemlos in die Engineering-Werkzeugkette der Kunden ein.

Nahtlose Engineering-Integration

Die beiden Engineering-Lösungen von ABB interagieren miteinander. Zwischen der integrierten Engineering Suite und der Software gibt es eine nahtlose Engineering-Integration, da beide Tools die gleiche Datenbasis nutzen. Die Integration des Editors ABB Zenon mit dem Automation Builder, der SPS AC500 sowie mit Frequenzumrichtern und Robotern von ABB ermöglicht die Synchronisation der Hardware-Informationen und der Signaldaten für einen effizienten Datenzugriff. Daten brauchen so nicht zweimal eingegeben zu werden. Dadurch ergibt sich eine hohe Informationskonsistenz und die Engineering-Produktivität erhöht sich. Das spart Zeit und vermindert Risiken, sodass Anlagenstillstände reduziert werden. Während die Engineering Suite für die Automatisierung verwendet wird, ist der Schwerpunkt der Software die Visualisierung und das Monitoring. Beide Tools decken somit den kompletten Prozess ab. Vorteile bietet die Integration der beiden Tools z.B. bei der Inbetriebnahme für Maschinen und Anlagen, die sich dadurch beschleunigen lässt. Der Anwender spart dadurch Zeit und es werden Fehler während des Engineering-Prozesses vermieden.