Erschienen am: 12.12.2017, Ausgabe SPS-MAGAZIN 12 2017

Schutzzone mit einem Radius von 8,4m

Kommunikation ist alles

Der neue Sicherheits-Laserscanner SZ-V von Keyence zeichnet sich vor allem durch seine weitreichende Schutzzone von bis zu 8,4 Metern und der einfachen Bedienung aus. Netzwerkkompatibilität mit der sicheren Kommunikation über Profisafe und eine abnehmbare Anzeigeeinheit sind weitere Neuerungen und Anforderungen der Industrie 4.0, welche die Modellreihe zu einem einfachen und sicheren System zur Absicherung von Gefahrenquellen machen.


Bild: Keyence Deutschland GmbH

Insbesondere bei der intelligenten Vernetzung innerhalb der Produktion sowie der Mensch-Maschine-Kollaboration werden hohe Ansprüche an die sichere aber auch flexible Kommunikation gestellt. Neben der sicheren Kommunikation und der Möglichkeit per Fernzugriff Einstellungen vorzunehmen, lassen sich über das Netzwerk ebenfalls Abstandsdaten für zum Beispiel eine intelligente Raumnavigation von FTS (Fahrerlosen Transport-Systemen) ausgeben. Über digitale oder auch Encoder-Eingänge kann das System zwischen bis zu 32 Bänken wechseln. Da für jede Bank eine Schutzzone und zwei Warnzonen zur Verfügung stehen, können so in Summe bis zu 96 Felder konfiguriert werden. Neben dem Wechsel der Bänke kann auch über entsprechende Eingänge ein Muting aktiviert werden. Unabhängig von der Verkabelung kann die Modellreihe SZ-V über zahlreiche Kommunikationsprotokolle in die Anlagensteuerung eingebunden werden.

Macht das Unsichtbare sichtbar - Die abnehmbare Anzeigeeinheit

Über einen integrierten LCD-Bildschirm in der Anzeigeeinheit kann der Bediener die geschützten Bereiche anhand der konfigurierten Zonen sowie die Raumkontur in Echtzeit einsehen. Über diese Monitor-Ansicht kann darüber hinaus der Erkennungsverlauf mit Zeit und Position der Schutzfeld-Unterbrechung angezeigt und zur Analyse eingesehen werden. Damit dies im laufenden Maschinenbetrieb möglich ist, wurde das System modular aufgebaut, so dass der Scanner selbst im geschützten Bereich, die Anzeigeeinheit aber außerhalb des Gefahrenbereichs zum Beispiel am Zaun des Roboterkäfigs montiert werden kann. Die Darstellung der Raumkontur, sowie der Schutz- und Warnzonen über ein hochauflösendes Display in einer abnehmbaren Anzeigeeinheit ist die wohl größte Innovation der letzten Jahre in Sachen Nutzerfreundlichkeit. Denn diese Funktion macht das bisher Unsichtbare - Schutz- und Warnzonen, Grund der Unterbrechung und Unterbrechungshistorie - schnell und einfach sichtbar und minimiert die Zeit für die Fehlersuche. In Anlagen mit mehreren abzusichernden Bereichen bietet die Möglichkeit der Kaskadierung mehrerer Scanner weitere Vorteile. So können bis zu drei Scanner an eine Anzeigeeinheit angeschlossen und gesteuert werden. Dadurch kann der Verkabelungs- und Programmieraufwand deutlich reduziert werden.

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Optik mit Röhrenstruktur

Neben dem innovativen Aufbau und dem Einsatz eines hochauflösenden Displays ist auch die Optik des Scanners komplett neu aufgesetzt worden. Um der industriellen Umgebung mit Staub, Schmutz, Vibrationen, Stößen und Schlägen gerecht zu werden, wird bei der Modellreihe SZ-V nicht mehr mit dem klassischen rotierenden Umlenkspiegel gearbeitet, sondern eine beidseitig aufgehängt Optik mit Röhrenstruktur verwendet. Die Befestigung der Optik an Ober- und Unterseite steigert die Vibrationsresistenz enorm. Außerdem sorgt die Röhrenstruktur dafür, dass Ablagerungen an dem Fenster des Sicherheits-Laserscanners nicht zu Fehlschaltungen führen. Aufgrund der intelligenten Abtastung des Sicherheits-Laserscanners werden Fehlschaltungen durch Schmutz und Staub minimiert. Während bei Vorgängermodellen schon einzelne Reflektionen im Schutzfeld einen Maschinenstillstand zur Folge hatten, verfügt der neue Sicherheits-Laserscanner der Modellreihe SZ-V über eine intelligente Abtastung. Dank der hohen Abtastrate (0,1°/0,2°) ist es möglich, dass nicht schon durch einzelne Reflektionen im Schutzfeld die Abschaltung erfolgt. Die Abschaltung erfolgt erst, wenn mehrere Reflektionen in Folge von einem homogenen Objekt zurückgeworfen werden. So kann der Scanner zwischen einem homogenen Objekt wie etwa dem Bein eines Menschen und einem einzelnen Staubkorn unterscheiden. Dies minimiert Fehlschaltungen und vermeidet Maschinenstillstände.

Intelligente Optik

Sämtliche programmierten Einstellungen sind in einem separat einsteckbaren Systemspeicher gesichert. So kann bei Instandhaltungsmaßnahmen der einfache Austausch des Sicherheits-Laserscanners ohne neue Programmierung erfolgen. Um sicherzustellen, dass die ursprüngliche Programmierung noch immer aktiv ist, kann über den Bildschirm der dargestellte 4-stellige CRC-Code abgeglichen werden. Dies hilft dem internen Sicherheitsmanagement um unautorisierte Veränderungen zu überwachen. Unabhängig von diesen zahlreichen Funktionen steht die Benutzerfreundlichkeit und Handhabung für den Anwender im Vordergrund. Neuste Technik vereint mit bewährten Standards und einem hohen Grad an Benutzerfreundlichkeit.

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