Erschienen am: 08.02.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 1+2 2018

Intelligente Kombination aus Pyrometer und IR-Kamera

Autonomer Spot Finder

Eine Infrarotkamera bietet deutlich mehr Möglichkeiten als ein klassisches Pyrometer. Doch die komplexere Bedienung und der höhere Preis sind gerade bei OEM-Anwendungen oft Ausschlusskriterien. Mit der Xi-Serie stehen nun Spot Finder IR-Kameras zur Verfügung, die das Beste aus beiden Welten miteinander verbinden.


Mit Bildfrequenzen von 50Hz (Xi 80) bzw. 80Hz (Xi 400) lassen sich mit den IR-Kameras der Xi-Serie auch schnelle thermische Prozesse erfassen.
Bild: Optris GmbHBild: Optris GmbH

Aktuell gibt es bereits zwei Modelle: die Xi 80 hat eine geometrische Auflösung von 80x80 Pixeln, das größere Modell (Xi 400) bietet 382x288 Pixel. Eine USB-2.0-Schnittstelle steht zur Anbindung an den PC zur Verfügung, auf dem die kosten- und lizenzfreie Software optris PIX Connect installiert wird. Diese stellt die erfassten Daten als Wärmebild in Echtzeit dar und bietet zahlreiche Auswerte- und Analysemöglichkeiten. Auch die Fernsteuerung der IR-Kameras geschieht über die Software. Beide Modelle sind mit einem motorisierten Fokus ausgestattet, so dass die Optik von der Software aus scharfgestellt werden kann. Für die Kameras sind jeweils vier verschiedene Optiken erhältlich und für Temperaturmessungen im Bereich von -20C bis +900°C kalibriert. Mit Bildfrequenzen von 50Hz (Xi 80) bzw. 80Hz (Xi 400) lassen sich auch schnelle thermische Prozesse erfassen. Die Systemgenauigkeit beträgt ±2°C bzw. ±2% bei höheren Temperaturen.

Die Xi 80 bietet zudem einen teilautonomen Modus, in dem sie wie ein Pyrometer arbeitet. Die integrierte Spot-Finder-Funktion findet dabei innerhalb des Bildbereichs automatisch die höchste Temperatur und kann diese über eine analoge 0/4 bis 20mA-Schnittstelle ausgeben. Der PC mit der Software wird dazu nicht benötigt. Diese Funktion ermöglicht z.B. die Temperaturmessung von Objekten, die sich innerhalb des Bildbereichs bewegen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Pyrometer muss die IR-Kamera dazu allerdings nicht nachjustiert werden.Neben dem Analogausgang haben die Xi-Geräte auch digitale Schnittstellen, wie Ethernet oder RS-485. Über das Industrie-Prozess-Interface stehen bis zu neun Analog- bzw. Alarmausgänge (Relais) zur Verfügung, die eine Einbindung in eine industrielle Steuerungsarchitektur ermöglichen. Damit - und aufgrund des attraktiven Preises - sind die Spot Finder IR-Kameras auch für OEM-Anwendungen interessant. Mit dem kompakten Gehäuse, hoher Schock- und Vibrationsbeständigkeit sowie IP67 sind die Kameras auch in rauer Industrieumgebung einsetzbar. Die Xi-Serie wird als Komplettpaket angeboten, zu dem neben der IR-Kamera auch das Montagematerial, die Software (inkl. SDK) und Anschlusskabel gehören.

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