Aug
10
2017

Elektroindustrie im 1. Halbjahr mit Umsatz- und Produktionsplus

Im Juni hat die deutsche Elektroindustrie 6,4% mehr Bestellungen erhalten als im gleichen Vorjahresmonat. Die Aufträge von inländischen Kunden stiegen um 2,6% und die von ausländischen um 9,6%. Aus dem Euroraum gingen dabei 8,5% mehr Bestellungen ein als im Juni 2016. Die Aufträge aus Drittländern erhöhten sich um 10,4%. Für das gesamte 1. Halbjahr ist damit ein Bestellplus von 8,7% gegenüber Vorjahr zu verzeichnen. Die Auftragseingänge aus dem Inland (+7,8%) und aus dem Ausland (+9,4%) wuchsen nahezu gleichmäßig. Die Bestellungen aus der Eurozone legten mit 13,6% doppelt so stark zu wie die aus Drittländern (+7%). Die um Preiseffekte bereinigte Produktion hat ihren Vorjahreswert im Juni um 2,7% verfehlt. „Wie schon so oft im bisherigen Jahresverlauf gab es aber auch hier wiederum einen Arbeitstage-Effekt“, sagt ZVEI-Finanzexperte Dr. Andreas Gontermann. „Der Juni hatte zwei Arbeitstage weniger als 2016. Kumuliert von Januar bis Juni dieses Jahres haben die deutschen Elektrounternehmen ihren Output um 3,8% gegenüber 2016 gesteigert.“ Die Kapazitätsauslastung in der Branche hat sich zu Beginn des 3. Quartals um mehr als zwei Prozentpunkte auf 88,6% der betriebsüblichen Vollauslastung erhöht. Die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände stieg von 2,9 auf drei Produktionsmonate. Indes haben die Elektrounternehmen ihre Produktionspläne im Juli leicht gesenkt. Die Erlöse der deutschen Elektrounternehmen beliefen sich im Juni auf 16,8Mrd.€ und lagen damit 5,5% über ihrem entsprechenden Vorjahreswert. Der Inlandsumsatz wuchs um 7,7% auf 8,2Mrd.€, der Auslandsumsatz um 3,7% auf 8,6Mrd.€. Hier stagnierten die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum bei 3Mrd.€, während das Geschäft mit Drittländern um 5,9% auf 5,6Mrd.€ anstieg. „Mit 92,5Mrd.€ Branchenumsatz im 1. Halbjahr kommt die Elektroindustrie auf ein Plus von 6,8% im Vergleich zum Vorjahr“, so Dr. Gontermann. Die Inlandserlöse stiegen um 4,7% auf 44Mrd.€ und die Auslandserlöse um 8,6% auf 48,5Mrd.€. Auch hier stiegen die Umsätze mit Partnern aus Drittländern mehr als die mit Kunden aus der Eurozone. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Juli wieder gestiegen. Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fielen besser aus als im Juni. Auch die Exporterwartungen haben sich erhöht. So stieg der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber dem Vormonat von 18 auf jetzt 24 Prozentpunkte.

Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
















www.zvei.org

Anzeige