Nov
23
2017

Japan deckt 52% der weltweiten Roboternachfrage

Japan ist die weltweite Nummer eins unter den Herstellern von Industrierobotern. Die japanischen Unternehmen decken aktuell 52% der weltweiten Nachfrage ab. Das sind Ergebnisse der International Federation of Robotics (IFR), die im Vorfeld der International Robot Exhibition (iREX) in Tokio veröffentlicht wurden. Der Roboterabsatz in Japan stieg 2016 um 10% auf rund 39.000 Einheiten – und erreichte damit den höchsten Stand der letzten zehn Jahre. Japan exportierte 2016 insgesamt knapp 115.000 Industrieroboter im Wert von 309Mrd. Yen (ca. 2,7Mrd.US$) – das mit Abstand größte Ausfuhrvolumen in einem Jahr. Die Exportquote stieg von 72 auf 75% (2011 bis 2016). Die japanischen Importe von Robotern sind dagegen mit nur etwa 1% der Installationen extrem niedrig. Entsprechend erzielten ausländische Roboterlieferanten in Japan nur ein geringes Umsatzvolumen. Für die japanischen Hersteller hat sich der Heimmarkt seit der Finanzkrise 2009 dagegen kräftig erholt. Die Automobilindustrie bildet den größten Zielmarkt für Industrieroboter in Japan mit einem Anteil von 36% der gesamten Nachfrage. Die Zahl der an Automobilhersteller verkauften Einheiten stieg im Vergleich zu 2015 um 48%. Nach dem starken Wachstum in der Elektro-/Elektronikindustrie im Jahr 2015 (11.659 Industrie-Roboter) folgte 2016 ein Rückgang um 7%. Die IFR erwartet bei den Installationen im Heimatmarkt ein Plus von rund 10% für 2017. Zwischen 2018 und 2020 ist mit einem weiteren durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 5% zu rechnen.



www.ifr.org

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