09.07.2015

Trendstudie:

IT und Automation im Maschinenbau

Die aktuelle VDMA-Trendstudie zeigt: IT und Automatisierungskomponenten im Maschinenbau sind wichtige und teilweise unverzichtbare Bestandteile, vor allem im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte.


Bild 1: Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen bieten heute bereits begleitende digitale Dienstleistungen an oder wollen dies bis 2018 realisieren.
Bild: VDMA e.V.

Die Trendstudie des VDMA Forum IT@Automation zeigt, dass IT und Automatisierungstechnik wichtige Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen sind. Dabei ist die Bedeutung, die die befragten Unternehmen den nichtmechanischen Bestandteilen der Produkte beimessen, noch unterschiedlich. Die Ergebnisse der Studie zeigen weiterhin, dass zusätzlich zum Remote Service oder Teleservice, der bereits von rund 60% der befragten Unternehmen angeboten wird, vor allem industrielle Apps an Relevanz gewinnen. Die aus dem privaten oder beruflichen Umfeld bekannten 'mobilen' Helfer wurden bereits oder werden von derzeit rund 50% der Unternehmen entwickelt, um das bisherige Dienstleistungsangebot zu erweitern. Dabei greifen die meisten Maschinenbauer auf externe Ressourcen und Kompetenzen zurück. Denn bei neun von zehn Unternehmen werden die Apps zusammen mit Partnern oder Dienstleistern erstellt. Dass bei einer solchen App-Entwicklung, je nach Einsatzzweck, auch mit einem ähnlichen Kostenumfang gerechnet werden kann, wie bei einer 'herkömmlichen' Softwareentwicklung, zeigt die Kostenverteilung. Ein Viertel der Unternehmen, die bereits eine App erstellt haben, hat für die Fertigstellung 20.000€ oder mehr ausgegeben.

Handlungsfelder bei IT-Security

Die Trendstudie deckt jedoch auch einige Handlungsfelder bei der Softwareentwicklung auf. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Produkte und Dienstleistungen rücken aus Kundensicht nun auch Aspekte wie Usability und IT-Security der Produkte stärker in den Vordergrund. Weniger als die Hälfte der Unternehmen hat heute allerdings einheitliche Gestaltungsvorgaben. Über einen eigenen Experten für das Thema Usability verfügen derzeit nur rund 11% der Firmen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der IT-Security für die Produkte: Erst 49% haben für dieses Thema einen Verantwortlichen festgelegt. Allerdings planen weitere 15% das Versäumte schnellstmöglich nachzuholen. Dabei sollte dann auch die Festlegung einer IT-Sicherheitsrichtlinie für die Produktentwicklung nachgeholt werden. Denn bisher haben lediglich ein Viertel der Maschinenbauer entsprechende Vorgaben definiert.

Problem Fachkräftemangel

Die wachsende Digitalisierung der Produkte und Dienstleitungen stellt den Maschinenbau auch vor personelle Herausforderungen. Für 60% der Befragten ist nach wie vor die Personalverfügbarkeit ein Hindernis bei der Entwicklung und Konstruktion von IT und Automatisierungstechnik - dort fehlen fast 2.000 Mitarbeiter. Nach Erwartungen der Maschinenbauer wird der Bedarf bis 2018 nochmals deutlich ansteigen.

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