17.12.2015

Automatisierung verzeichnet bis Jahresende leichtes Wachstum

Auf der SPS IPC Drives gab Roland Bent, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbandes Automation, einen Ausblick darauf, wie sich die Automatisierung bis zum Ende dieses Jahres und im kommenden Jahr voraussichtlich entwickeln wird.


Die deutschen Unternehmen der Automatisierung erwarten bis Jahresende 2015 ein leichtes Wachstum von insgesamt drei bis vier Prozent. Dies gab der Vorstand des ZVEI-Fachverbands Automation im Rahmen der Pressekonferenz auf der SPS IPC Drives bekannt. Die Branche kommt in Deutschland in den ersten neun Monaten 2015 auf einen Umsatz von 36,2Mrd.E; das entspricht einem Wachstum von 5,2 Prozent. Der Auftragseingang ist um 7,8 Prozent gestiegen. Ende September 2015 hatte die Branche etwas mehr als 262.000 Beschäftigte. Die Ausfuhren der drei Automatisierungssparten - Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen, Mess- und Prozessautomation sowie elektrische Antriebe - sind von Januar bis September 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf 26,5Mrd.E angestiegen. "Die Nachrichten aus unserer Branche sind gut. Sie stehen aber noch immer Meldungen über die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland und der Welt gegenüber, die uns diffus in die Zukunft blicken lassen", berichtet Bent. Unsicherheiten gingen von dem osteuropäischen und dem arabischen Raum aus. "Die Flüchtlingskrise hält uns in Europa in Atem. Auch der Russland/Ukraine-Konflikt lässt uns weiter seine Auswirkungen spüren", so Bent. Die Branche erwartet für das kommende Jahr wieder ein leichtes Wachstum, allerdings geringer als in diesem Jahr. Jürgen Amedick, Vorsitzender des Fachverbands elektrische Antriebe, bestätigt diese Prognose auch für den Bereich der elektrischen Antriebe: "Bis Jahresende erwarten wir in etwa 1,5 Prozent mehr Umsatzwachstum als im Vorjahr. Auch im kommenden Jahr sollte ein geringes positives Wachstum drin sein."

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