13.05.2016

Innovationsgipfel in Paris

Den Transformationsprozess gestalten

Anfang April hatte Schneider Electric zum 'Life Is On Innovation Summit' zahlreiche Kunden sowie rund 130 Journalisten aus aller Welt nach Paris eingeladen. Am Rande des alljährlichen Marathons in der französischen Hauptstadt, bei dem das Unternehmen Hauptsponsor ist, ging es vor allem um die intelligente, zeitgemäße Gewinnung, Verteilung und Nutzung von Energie. In diesem Zusammenhang sieht sich Schneider Electric als Lösungsanbieter für alle Zielmärkte, in denen das Unternehmen tätig ist.


Zahlreiche internationale Gäste hatten sich auf Einladung von Schneider Electric zum 'Life Is On Innovation Summit' in den Messehallen an der Porte de Versailles eingefunden.
Bild: TeDo Verlag GmbH

In seiner Keynote wies Jean-Pascale Tricoire, CEO bei Schneider Electric, auf die außergewöhnlich stabilen Strukturen und Rahmenbedingungen hin, die mehr als ein Jahrhundert auf dem Energiemarkt geherrscht hätten. "In den letzten zehn Jahren befinden wir uns in einem Transformationsprozess hin zu mehr Elektrifizierung, mehr Digitalisierung, mehr Dekarbonisierung und mehr Dezentralisierung. Schneider Electric liefert die Technologien, die diesen Übergang möglich machen und katalysieren. Wir sind hier Anbieter von Automatisierungs- und Software-Lösungen und wenden diese auf unseren vier Zielmärkten an, nämlich gewerbliche und kritische Gebäude, Wohngebäude, Industrie und Infrastruktur sowie Datacenter", so Tricoire. Diese vier Bereiche seien weltweit für 70 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Schneider Electric habe ein 'Öko-System' geschaffen, das mittels Austausch von kreativen Ideen in Kooperation mit Universitäten, Unternehmen und anderen Partnern die Entwicklung globaler Projekte im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Nutzung von Energie voranbringen soll. Dabei, so Tricoire, habe sich Schneider Electric fünf Innovationsprinzipien auferlegt, die es bei jedem Projekt zu befolgen gelte: Kunden müssten frühzeitig in Projekte eingebunden werden, sodass deren Erfahrungen von Anfang an berücksichtigt werden können. Die Lösungen müssen sich durch eine hohe Qualität auszeichnen und zudem einfach in ihrer Anwendung sein, damit auch Nicht-Fachleute mit ihnen arbeiten können. Jedes von Schneider Electric entwickelte Produkt muss in ein Gesamtsystem integrierbar und schließlich digital erweiterbar sein.

Einfache Überwachung elektrischer Verbraucher

Um den Ausführungen des CEO konkrete Lösungen folgen zu lassen, kündigte Schneider Electric in Paris die Markteinführung des PowerTag an, eines drahtlosen, kompakten Leistungsmessers zum Einbau in Schaltschränke. Das Gerät vereinfacht die Konnektivität einzelner Schaltgeräte zu einem Building Management System (BMS) und versorgt Gebäudebetreiber und Facility Manager mit Echtzeit-Daten zum Energieverbrauch ihrer elektrischen Anlagen. Ein Sensor überwacht und misst u.a. Energieverbrauch, Stromstärke, Spannung und Phasenwinkel. Die ermittelten Daten werden drahtlos an einen Konzentrator übermittelt, wobei diese dann auf Websites oder einem größeren BMS angezeigt werden können. Die Daten lassen sich auch zielgerichtet mittels E-Mail-Alarm an Facility Manager übermitteln, die ein Gebäude fernüberwachen. "Kunden verlangen immer stärker nach neuen Lösungen, um die heutigen Anforderungen des Gebäude-Energiemanagements zu meistern", erläutert Philippe Delorme, Executive Vice President bei Partner Business, Schneider Electric. "PowerTag vereinfacht das Energiemanagement mit einem Formfaktor, der eine Komplettüberholung unnötig macht. Die meisten Leistungsschalter können damit überwacht werden. Die Verbindungstechnik im Bereich der elektrischen Energieverteilung erreicht damit eine neue Ära, denn es benötigt lediglich fünf Minuten Installationszeit und man ist verbunden." Das platzsparende Gerät passt sich problemlos in bereits bestehende oder neue Schalttafeln ein und verbessert so die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes. PowerTag wird serienmäßig mit dem Acti 9 Kommunikationssystem von Schneider Electric ausgeliefert und bietet Anwendern so eine All-in-one-Überwachungs- und Steuerungslösung.

Internet of Things 2020 Business Report

Eine Schlüsselrolle hin zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Energieressourcen, aber auch auf dem Weg zur sogenannten Industrie 4.0 wird laut Schneider Electric die digitale Transformation der Weltwirtschaft spielen. Diese wiederum wird maßgeblich von der Nutzung des 'Internet of Things' (IoT) durch die an diesem Transformationsprozess Beteiligten abhängen. Das IoT beschreibt eine Welt, bei der mehr und mehr mit entsprechender Sensorik ausgestattete technische Komponenten untereinander kommunizieren, um sich gegenseitig fortlaufend über ihren aktuellen Zustand sowie die Umgebungsbedingungen, unter denen sie arbeiten, zu informieren. In Paris stellte Schneider Electric daher seinen IoT 2020 Business Report vor, der analysiert, wie große Organisationen bis zum Jahre 2020 das Internet of Things als ernstzunehmendes Werkzeug im Rahmen ihrer Geschäftsabläufe einsetzen werden. "Es geht heute nicht mehr darum, ob das IoT einen tatsächlichen Mehrwert darstellt. Wir sind mittlerweile bereits an einem Punkt angelangt, wo Unternehmen Entscheidungen treffen müssen, wie sie das IoT gewinnbringend in ihr Unternehmen einbringen können.", sagte Dr. Prith Banerjee, Chief Technology Officer bei Schneider Electric. "Unser IoT Business Report kann dabei als wichtige Hilfestellung dienen, wie IoT-Technologien implementiert werden, sodass Unternehmen deren Früchte bereits ernten können, während sich der Markt über die nächsten Jahre weiterentwickelt.' Für die Studie, die einen Ausblick auf die Wertschöpfungspotenziale des IoT für den öffentlichen und privaten Sektor bietet, wurden 3.000 führende Personen der Weltwirtschaft in zwölf Ländern befragt. Zusätzlich in den Report eingeflossen sind die Einschätzungen wichtiger Kunden und Partner sowie die reichhaltigen Erfahrungen von Schneider Electric auf diesem Gebiet.

Fünf Kern-Prognosen

Der IoT 2020 Business Report enthält fünf Kern-Prognosen, die als eine Orientierungshilfe für Unternehmensführer verstanden werden sollen. Die erste Prognose lautet, dass IoT eine Welle der Digitalisierung in Unternehmen auslösen wird, die letztendlich zur Verschmelzung von Operativen Technologien (OT) und Informationstechnologien (IT) führen wird. Gefördert wird diese Entwicklung durch immer preisgünstigere, miteinander verbundene Sensorik, eingebettete Intelligenz und Steuerung, schnellere und allgegenwärtige Kommunikationsnetzwerke, Cloud-Infrastrukturen sowie fortgeschrittene Datenanalyse-Fähigkeiten. Zweitens ermöglicht das IoT, bisher ungenutzte Daten zu analysieren und zu interpretieren, um diese Erkenntnisse schließlich in ein sinnvolles Handeln zu überführen. Da die Cloud innerhalb des IoT eine entscheidende Rolle spielt, werden, so die dritte Prognose, weltweit Unternehmen und Regierungen enger zusammenarbeiten, um eine neue Art der Cyber-Sicherheit auf den Weg zu bringen. Dabei müssten die vorhandenen, oft sehr heterogenen IT-Infrastrukturen miteinander in Einklang gebracht werden, damit Cloud-Angebote gemeinsam nutzbar werden. Schneider Electric ist ferner davon überzeugt, dass das Internet of Things als Innovations-Quelle für Unternehmen, aber auch für öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen sowie die aufstrebenden Volkswirtschaften dienen wird, indem es neue Geschäftsmodelle hervorbringt und alte über Bord wirft. Dabei verweist der Energietechnik- und Automatisierungsspezialist auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, wonach weltweit 40 Prozent neuer IoT-Lösungen in Entwicklungsländern entstehen werden. Als fünfte und letzte Prognose besagt der IoT 2020 Business Report, dass das Internet der Dinge dazu genutzt werden wird, um große gesellschaftliche und umweltpolitische Projekte anzugehen und zu lösen, einschließlich der globalen Erderwärmung, Wasserknappheit und Umweltverschmutzung. Dabei hätten die Teilnehmer an der Umfrage eine optimierte Ressourcennutzung als den Hauptnutzen genannt, den das IoT der Gesellschaft biete. Insgesamt zeigten sich 75 Prozent der Befragten optimistisch, das IoT vorteilhaft nutzen zu können. 81 Prozent sind der Auffassung, dass die durch das Internet of Things gewonnenen Informationen innerhalb ihrer Organisation bereits effektiv genutzt würden. 41 Prozent sehen allerdings auch die Gefahren, die eine mangelnde Datensicherheit darstellt, als großes Problem für ihr Geschäft an. (jwz)

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