14.11.2017

Messeneuheiten von Nord Drivesystems

Vernetzte Antriebselektronik

Nord Drivesystems zeigt auf der SPS IPC Drives Neuheiten im Bereich der Antriebselektronik. Eine neue Feldverteilerbaureihe, die für vernetzte Intralogistikanlagen mit vielen Antriebsachsen entwickelt wurde, bietet hohe Benutzerfreundlichkeit. Ausstattung und Funktion der Frequenzumrichter und Motorstarter lassen sich anwendungsspezifisch konfigurieren.


Nord ergänzt seine auf große Förderanlagen spezialisierten Feldverteiler um eine weitere Umrichterbaugröße.
Bild: Getriebebau Nord GmbH & Co. KG

Bei der neuen Baureihe Nordac Link gewährleisten codierte Steckanschlüsse für Leistung, Kommunikation und Sensorik eine sichere, schnelle Inbetriebnahme. Integrierte Wartungsschalter und Handbedienschalter vereinfachen den Anlagenservice. Als Messeneuheit werden Frequenzumrichter als Feldverteiler in Baugröße 2 für Motornennleistungen bis 7,5kW vorgestellt. Damit ermöglicht die Baureihe Lösungen für alle typischen Aufgaben in Postverteilzentren, Gepäckförderanlagen und Warenlagern. Die Umrichter eignen sich für horizontale Fördertechnik sowie Schräg- und Vertikalförderer und bieten Hubwerksfunktionen und die Sicherheitsfunktionen STO und SS1 nach EN61800-5-2.

Projektbezogen Varianten reduzieren

Der Antriebshersteller bietet auf Basis umfassender Branchenerfahrung die projektbezogene Variantenreduzierung an. Anlagenbauer und -betreiber können damit Einsparpotenziale heben - durch effiziente Prozesse in Einkauf und Konstruktion sowie auch darüber hinaus bei der Inbetriebnahme und bis hin zur Instandhaltung. Die Antriebselektronik der Nordac-Familie umfasst verschiedene Serien von Frequenzumrichtern für Motorleistungen bis 160kW. Die intelligenten Antriebe mit integrierter SPS können komplette Ablaufsteuerungen übernehmen und Prozesse autark regeln.

Vom Umrichter in die Cloud

Nord hat ein Konzept für die Cloudanbindung der Geräte mit Standardkomponenten entwickelt und bereitet derzeit eine serienreife Lösung für vorausschauende Wartung mittels Softwarefunktionen vor. Die Grundlage dafür bilden Umrichter mit der Onboard-SPS, die Zustandsdaten (z.B. Stromaufnahme, Drehzahl, Spannung oder Statuswort) und Daten von extern angeschlossenen Sensoren (z.B. Lichtschranken oder Vibrationssensoren) vorverarbeiten kann. Durch solche zeitgemäßen Lösungen ermöglicht der Anbieter Maschinen- und Anlagenbauern die Entwicklung fortschrittlicher Wartungskonzepte oder neuer Serviceangebote im Umfeld der Digitalisierung.

Antriebselektronik zügig zur Serienreife bringen

Begleitend zur Prototypenentwicklung werden Frequenzumrichter und Motorstarter am Nord-Hauptsitz in Bargteheide zukünftig auch in einer EMV-Kabine überprüft. Die dokumentierten Tests können dann eine CE-Zertifizierung beschleunigen. Die Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit untersucht einerseits, ob die Antriebselektronikprodukte Grenzwerte für Aussendungen von Störfrequenzen einhalten. Andererseits werden die Produkte auf ihre Störfestigkeit gegenüber Fremdeinstrahlungen getestet. In der hauseigenen EMV-Kabine erkennt der Antriebsanbieter eventuelle Problemquellen frühzeitig und kann sie daher kostensparend beseitigen. Die jüngste neue Produktfamilie von Feldverteilern wurde bereits mithilfe der Messeinrichtung klassifiziert. Die Entwicklung einer weiteren Baureihe ist bereits in vollem Gang. Nord untersucht zudem EMV-Verhalten an Einzelgeräten und Systemen mit Motor und kann dadurch flexibel auf Kundenanfragen eingehen und Prüfungen mit einem spezifischen Testaufbau durchführen. Das ermöglicht es, Schaltungen und Installationen zu überprüfen und nachfolgende Abnahmen durch akkreditierte Labore zu beschleunigen.

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