01.03.2018

OPC UA anschaulich erklärt

Kommunikationsstandard für Industrie 4.0

Der herstellerunabhängige Austausch von Daten in der Produktion ist eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0. Für diesen Zweck etabliert sich zunehmend der offene Schnittstellenstandard OPC UA. Es gilt also, möglichst zeitnah Wissen und Fähigkeiten aufzubauen.


OPC UA soll die Integration von Komponenten, Maschinen sowie Anlagen vereinfachen und Effizienzsteigerungen realisieren, z.B. durch eine feldbusunabhängige Anbindung von Condition-Monitoring-Systemen. Außerdem ermöglicht der Standard einen flexibleren Auf- und Umbau von Maschinen, Anlagen und -Fabriken im Anwendungsfall Plug&Work. Diese Fähigkeit spart Zeit und somit Kosten. Der in der IEC62541 spezifizierte offene Standard erfüllt alle Anforderungen an die Industrie-4.0-Kommunikation und etabliert sich zunehmend auch im Maschinen- und Anlagenbau.

Aufbau von Know-how und Kompetenz

In den Unternehmen, die von OPC UA profitieren können, gibt es allerdings im Moment noch großen Bedarf, entsprechendes Wissen und Fähigkeiten aufzubauen. Das gilt sowohl für Komponentenhersteller, Maschinen- und Anlagenbauer wie auch für Integratoren und Betreiber. Der erste Schritt ist die Möglichkeiten zu erkennen, die OPC UA für das jeweilige Unternehmen bietet. Im Weiteren muss dann konkretes Wissen darüber aufgebaut werden, wie OPC UA funktioniert und was bei einer Implementierung beachtet werden muss.

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Online-Schulungsprogramm

"Diese Lücken bei Fähigkeiten und Wissen wollen wir schließen", sagt Jan Veira, Geschäftsführer und Mitgründer von University4Industry. Das Münchner Startup für Online-Weiterbildung hat gemeinsam mit dem VDMA auf Basis des Verbandsleitfadens OPC UA ein entsprechendes Schulungsprogramm entwickelt. Experten aus Industrie und Wissenschaft, darunter Kuka, Bosch Rexroth, Pepperl+Fuchs, Lenze, Vitronic und Fraunhofer IOSB zeigen in den Online-Kursen und Video-Interviews den Nutzen von OPC UA auf und geben praktische Hinweise. Vertreter der Unternehmen erklären anschaulich und leicht verständlich die Vorteile und die Einsatzmöglichkeiten des neuen Kommunikationsprotokolls. "Unsere Online Kurse bieten die Chance, direkt von OPC-UA-Experten zu lernen, wie man den Standard sinnvoll einsetzen kann," erklärt Jan Veira. "Das bringt hohen Praxisbezug und einen Erfahrungsschatz, den man durch das Lesen einer Dokumentation oder Anleitung nicht erhalten kann". Das zu OPC UA angebotene Weiterbildungsspektrum umfasst:

• OPC UA: Grundlagen und Überblick

• Anwendungsfälle für OPC UA

• OPC UA als Chance für den Maschinenbau

• Migrationsstrategie für OPC UA

• Praktische Anwendung und Implementierung

• OPC UA und Industrie4.0-Standards

• Deterministische Echtzeitunterstützung für OPC UA

• OPC-UA-Werkzeugkasten

Inhalte je nach Bedürfnis

Das Angebot von Universty4Industry zeichnet sich durch hochwertig gestaltete Lerninhalte und deren Zuschnitt auf die Bedürfnisse des Lernenden aus, u.a. durch individualisierte Play-Listen und personalisierte Lernfragen. Über die Lerngeschwindigkeit und -häufigkeit kann jeder Lernende selbständig entscheiden. Mehr als 45 Partner aus der Industrie stellen Lerninhalte auf der Plattform zur Verfügung. Zudem gibt es Partnerschaften mit dem VDMA, dem Labs Network Industrie 4.0 und der Fraunhofer Academy. Das Gründerteam des Startups kann viele Jahrzehnte relevante Industrieerfahrung vorweisen. Die Lerninhalte im Bereich Industrie 4.0 und Digitalisierung zielen darauf ab, kritische Wissens- und Fähigkeitslücken bei Mitarbeitern in diesen Bereichen zu schließen.

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