Erschienen am: 16.07.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 7 2018

Mit AutomationML schneller zur Marktreife



Für eine schnellere Time-to-Market hat Mitsubishi Electric die AutomationML-Schnittstelle übernommen, um den nahtlosen, gegenseitigen Datenfluss zwischen iQ Works und anderen Software-Tools, die den offenen Standard unterstützen, zu ermöglichen.
Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V., © jkitan / © MikeLaptev / © jinnyjamesbond / © nadla / Getty Images

Mitsubishi Electric hat die AutomationML-Schnittstelle in iQ Works implementiert, eine integrierte Software-Suite zur Programmierung von Automatisierungsprodukten des Unternehmens. Die Software soll die Art und Weise vereinfachen, wie komplexe Anlagen konzipiert, installiert und gewartet werden, indem der rationalisierte Ansatz bei der Systemimplementierung Kosten senkt und die Zeit zur Markteinführung verkürzt. Hiervon können Designer, Integratoren und Endanwender profitieren. Der nahtlose Informationsfluss zwischen verschiedenen Systemen ist zudem ein Schlüsselfaktor für die digitale Transformation der Fertigung. Konsistenz der Informationen in allen Phasen des Engineerings, der Integration, der Wartung und des Lifecycle-Managements verbessert die Qualität und senkt die Kosten von Projekten. Trotzdem erfolgt der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Ingenieurdisziplinen in vielen Fällen noch immer manuell, was nicht nur zeitaufwendig, sondern auch fehleranfällig ist. Eine universelle Schnittstelle für den automatischen Datenaustausch zwischen Softwareumgebungen gewährleistet dagegen Datenkonsistenz über die gesamte Nutzungszeit eines Projektes und schafft eine Voraussetzung für die kurzen Produkteinführungszeiten, die heutzutage verlangt werden. So können beispielsweise mit einer integrierten AutomationML-Schnittstelle in der Software-Suite iQ Works Daten nahtlos gegenseitig mit ECAD-Werkzeugen ausgetauscht werden, die ebenfalls über eine AutomationML-Schnittstelle verfügen. Die Implementierung basiert auf dem AutomationML-Dokument 'Application Recommendations: Automation Project Configuration'. Um zu zeigen, wie das in der Praxis aussehen kann, hat das Unternehmen mit Partner Eplan zusammengearbeitet: Gemeinsam wurden der Datenaustausch von Hardwarekonfigurationen, I/O-Tags und Netzwerkkonfigurationen zwischen iQ Works und Eplan Electric P8 über den offenen Standard realisiert. Diese Schnittstelle soll die durchgängige Interoperabilität vom ersten Entwurf über die Engineering-Prozesse und die Inbetriebnahme bis hin zum gesamten Lifecycle-Management des Automatisierungssystems gewährleisten. Mitsubishi Electric hat nach eigenen Angaben als einer der ersten Automatisierer die AutomationML-Schnittstelle zu ECAD-Werkzeugen in einem kommerziellen Produkt implementiert. Außerdem will das Unternehmen als aktives Mitglied der AutomationML Association zur Weiterentwicklung des offenen Datenformats beitragen.

Empfehlungen der Redaktion