12.06.2018

Interview mit Robert Lackermeier, ABM, und Dirk Fedder, Kostal

"Leistungsdefinition nach Kundennutzen"

Die Unternehmen ABM Greiffenberger und die Kostal Industrie Elektrik pflegen eine strategische Partnerschaft, um mit antriebstechnischen Systemlösungen gemeinsam am Markt aufzutreten. Im SPS-MAGAZIN sprechen Robert Lackermeier, CEO von ABM, und Dirk Fedder, Business Unit Leiter Drive bei Kostal, über die strategische Marschrichtung sowie den Kundennutzen und ziehen gleichzeitig eine erste Bilanz.


Wie lange besteht die Kooperation zwischen ABM und Kostal bereits?

Systemlösungen mit Mehrwert: Getriebemotoren von ABM mit Antriebsreglern von Kostal
Bild: ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH/Kostal Industrie Elektrik GmbH

Robert Lackermeier: ABM und Kostal arbeiten schon seit Beginn des vergangenen Jahres im Projektgeschäft bei ausgewählten Applikationen zusammen. Unsere Lösungen kommen beispielsweise in Förderbändern, Pumpen und Lüftern zum Einsatz. Die gemeinsame Systemkompetenz zeigt sich aber auch in Rührwerken, Mischern, Torantrieben und weiteren Industrieanwendungen.

Wo lagen die Gründe für die Zusammenarbeit?

Lackermeier: Beide Unternehmen verfolgen den Anspruch, intelligente Lösungen zu schaffen, die in der Praxis zuverlässig und leistungsstark sind. Unsere Motoren und Getriebemotoren sowie die Inveor-Antriebsregler von Kostal sind hierfür eine gute Kombination und erfüllen die Anforderungen des Marktes an langlebige und energieeffiziente Antriebstechnik.

Wie hat sich die Kooperation entwickelt?

Lackermeier: Wir bewerten die bisherige Zusammenarbeit als sehr positiv. Derzeit ist eine Vielzahl von Kundenprojekten in der Bearbeitung. Dabei liegt das Volumen in Euro im zweistelligen Millionenbereich.

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Welche Rollen übernehmen die beiden Partner im Rahmen der Zusammenarbeit?

Lackermeier: In der Praxis tritt ABM als Experte im Getriebemotorenbereich auf und steuert die entsprechenden Antriebe für Maschinen und Anlagen bei. Kostal bringt seine Branchenerfahrung ein und liefert benutzerfreundliche und vernetzbare Frequenzumrichter.

Welchen Mehrwert erhält der Kunde?

Dirk Fedder: Zum einen sparen sich Anwender den Engineering-Aufwand. Indem wir unsere Kompetenz für Mechanik und Elektronik bündeln, entsteht zum anderen in enger Zusammenarbeit eine Systemlösung mit außergewöhnlicher Effizienz und Zuverlässigkeit.

Lackermeier: Aus unserer Sicht definiert sich Leistung nicht allein nach Drehmomenten, sondern vor allem nach dem Kundennutzen. So wollen wir in jedem einzelnen Projekt die beste technische Lösung für eine nachhaltige Wertschöpfung anbieten. Im Ergebnis entstehen robuste und kompakte Antriebseinheiten, die vielseitig und weltweit einsetzbar sind. Der Kunde erhält stets die passende Systemlösung für seine Anwendung - Engineered in Germany und aus einer Hand, von der Entwicklungsphase bis zur Serienlieferung.

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