05.07.2018

Auftragseingang im deutschen Maschinenbau im Mai



Der Auftragseingang im Maschinenbau in Deutschland hat im Mai sein Vorjahresergebnis nur knapp verfehlt (real -1%). Während das Inlandsgeschäft leicht zulegte (+1%), gab es bei den Bestellungen aus dem Ausland ein Minus von 2% im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern drückten das Ergebnis (-11%), während aus den Nicht-Euro-Ländern 2% mehr Bestellungen kamen. "Man sollte dieses Monatsminus nicht überbewerten. Nach einem halben Jahr mit fast durchgehend zweistelligen Wachstumsraten gönnt sich der Maschinenbau offenbar eine kleine Verschnaufpause", so VDMA-Finanzexperte Dr. Ralph Wiechers (Bild). Auch andere Kennziffern zeigen, dass der Maschinenbau bisher mit ordentlichem Schwung durch das Jahr steuert. Die Produktion ist nach vier Monaten (Januar bis April) um real 4,2% zum Vorjahr gewachsen, die Exporte haben im gleichen Zeitraum um 3,4% zugelegt. "Die Konjunktur läuft im Maschinenbau", betont Wiechers. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe stieg im April sogar leicht über die Marke von 90%. "Es gibt spürbare Engpässe bei Zulieferungen und vor allem bei verfügbaren Arbeitskräften. Die Unternehmen könnten mehr produzieren, wenn sie genug Fachkräfte fänden", sagt Wiechers. Von März bis Mai sind die Auftragseingänge um real 2% zum Vorjahr gewachsen. Einem Bestellplus im Inland von 7% stand ein leichtes Minus der Auslandsbestellungen von 1% entgegen. Aus den Euro-Partnerländern kamen 5% weniger Aufträge, die Nicht-Euro-Länder erhöhten ihre Bestellungen dagegen um 1%.

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