Erschienen am: 20.08.2018, Ausgabe SPS-MAGAZIN 8 2018

PWC-Maschinenbaubarometer für das 2. Quartal 2018

Optimismus im deutschen Maschinenbau bekommt Risse

Die Konjunkturerwartungen der deutschen Maschinenbauer kühlen sich ab. Die Unternehmen korrigieren ihre Wachstumsprognosen nach unten. Das geht aus dem aktuellen Maschinenbaubarometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervor.


Die optimistische Stimmung im deutschen Maschinenbau hat im 2. Quartal 2018 einen Dämpfer erhalten: Zwar sehen weiterhin rund zwei Drittel (68 Prozent) der Entscheidungsträger die deutsche Wirtschaftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten positiv. Im Vergleich zum Vorquartal (85 Prozent) ist dieser Wert allerdings um 17 Prozentpunkte eingebrochen. Der Blick auf die Weltwirtschaft hat sich im Vergleich zu Beginn des Jahres ebenfalls eingetrübt: Nur noch 44 Prozent der befragten Unternehmen blicken optimistisch auf die globale Konjunkturentwicklung. Im Vorquartal waren noch die Hälfte, zum Jahreswechsel rund zwei Drittel der Befragten dieser Ansicht.

Umsatzerwartungen nach unten korrigiert

Diese Unsicherheit spiegelt sich in deutlich nach unten angepassten Umsatzerwartungen wider: Für die Gesamtbranche prognostizieren die befragten Manager ein Wachstum von 3,8 Prozent in 2018 (Vorquartal: 4,8 Prozent), für das eigene Unternehmen 6,2 Prozent (Vorquartal: acht Prozent). Gleichzeitig sprechen die im Rahmen der Umfrage erhobenen Erwartungen zur Markt- und Unternehmensentwicklung weiterhin eine überwiegend positive Sprache: Lediglich acht Prozent der Befragten rechnen mit kurzfristig sinkenden Gewinnmargen, nur drei Prozent mit sinkenden Preisen. Insgesamt liegt die derzeitige Auslastungsquote bei über 93 Prozent - rund zwei Drittel der Unternehmen arbeiten am Kapazitätslimit.

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Digitalisierung schreitet langsam voran

Die digitale Transformation des Maschinenbaus schreitet weiterhin langsam voran. Zwar geben die Befragten in allen Unternehmensbereichen Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr zu Protokoll - allerdings mit deutlichen Unterschieden. So schätzt jeweils mehr als die Hälfte der Befragten die Bereiche Beschaffung (57 Prozent, VJ: 54 Prozent), Forschung und Entwicklung (53 Prozent, VJ: 46 Prozent) sowie Vertrieb (53 Prozent, VJ: 49 Prozent) in ihrem Unternehmen mittlerweile als hoch digitalisiert ein. Beim Service sind es hingegen nur knapp über ein Drittel (36 Prozent, VJ: 35 Prozent), beim Transport und der Logistik (30 Prozent, VJ: 26 Prozent) sowie der Produktion (31 Prozent, VJ: 26 Prozent) sogar weniger als ein Drittel.

Roboter wichtigste Zukunftstechnologie

Gefragt nach den Zukunftstechnologien, die den Maschinenbau am meisten verändern werden, nennen die meisten Befragten die Themen Robotics und Data Analytics (jeweils 45 Prozent) gefolgt vom Internet der Dinge (41 Prozent) und künstlicher Intelligenz (35 Prozent).

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