Produktions- und Produktdaten zwischen Steuerung und MES

Welten verbinden

Ein Hersteller von Autoteilen vereinheitlicht die Teileproduktion in Bezug auf Automation und Systeme. In den Anlagen verwaltet die eigene MES-Lösung alle Produktions- und Produktdaten in der Microsoft-SQL-Datenbank und als Steuerung wird ein PC-basiertes Softwaresystem gewählt. Für den Datenaustausch zwischen SQL-Datenbank und Steuerung sorgt eine Automatisierungslösung von Inasoft Systems.


Bild: Inasoft Systems GmbH

Die Herstellungsanlagen des Automobilzulieferers befinden sich weltweit in unterschiedlichen Werken. Die Aufgabe bestand nun darin die Automatisierung und Produktions-IT in den Anlagen zu standardisieren. Frühzeitig wurden Microsoft-SQL-Datenbanken eingesetzt, die als Basis für die eigenentwickelten MES-Lösungen dienen. Die stabile und skalierbare Microsoft-Datenbanklösung sorgt für eine einheitliche Betriebssystembasis. Als großer Vorteil wird die automatische Update-Versorgung gesehen. Auch für die Steuerungsaufgaben wurde eine Microsoft-basierte Plattform ausgewählt, die auf leistungsfähigen Industrie-PC laufen.

MES- und Steuerungswelt verbinden

Nun ging es darum, MES- und Steuerungswelt miteinander zu verbinden. Früher wurde dafür eine eigene Visual-Basic-Applikation programmiert. Allerdings: Der Aufwand dafür erwies sich als hoch. So erforderte z.B. der Wechsel von Windows-Versionen einigen Anpassungsbedarf. Auch gibt es weitere Limitierungen beim Einsatz. Nach einer Evaluierungsphase ist der Hersteller auf die Lösung SQL4automation der Firma Inasoft Systems aufmerksam geworden. Neuanlagen werden seitdem konsequent mit der Lösung zur SQL-Datenbankankopplung an die PC-basierte Steuerung ausgerüstet. Mit dem Config Tool ist die Konfiguration einfach und der Debugger zeigt eventuelle Fehler sofort an. Ebenso gibt es aus Sicht der Daten-Performance keine Probleme, da die Automationslösung auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt ist.

Bidirektionaler Datenaustausch

Von der SQL-Datenbank werden die Maschinen- und die Produktparameter an die Steuerung übergeben oder bei Bedarf aus der Datenbank gelesen. Die Stammdaten der Herstellungsanlagen werden zentral in der Datenbank verwaltet. Zu den Maschinenparametern gehören u.a. Maschinenzeiten, Schlagzahl und Zykluszeit der Maschine. Die Produktparameter beinhalten z.B. Barcodes, Produktbezeichnungen, Abmessungen und Teilegrößen. Genauso werden aktuelle Produktions- und Qualitätsdaten, wie Temperatur, Druck und Gewichte, wieder in das MES zurückgespielt. Genutzt wird die Software bisher in einer vereinfachten Version. Für größere Anlagen soll nun auch die Standardversion zum Einsatz kommen, die bis zu zehn Verbindungen mit einem Tool ermöglicht. Die Einsparungen im Handling sollen die Investitionskosten für die zugekaufte Softwarelösung rechtfertigen. Eine wichtige Rolle spielt ein funktionierender Support seitens des Herstellers.

Anzeige