Fernwirken und Fernwarten

Der Zugriff auf Maschinen für Service und Maintenance ist längst nicht mehr der Hauptgrund, Maschinen und Anlagen in einer übergeordnetes Kommunikationsnetz einzubinden. Vielmehr gilt es heute die Maschinendaten etwa an andere Maschinen (M2M) zu übertragen oder zu Auswertungszwecken (z.B. für die OEE-Ermittlung) in die Cloud zu schaufeln.


Das heißt, dass immer mehr Daten über diese Schnittstelle laufen müssen. Das macht die Forderungen nach schneller Datenübertragung auch in Mobilfunknetzen nachvollziehbar. Mit 5G ist eigentlich bereits ein neuer Standard für die echtzeitfähige Einbindung von Produktionsinfrastruktur verfügbar und große Unternehmen haben sich bereits um Lizenzen für den Aufbau privater Produktionsnetzwerke im 5G-Standard beworben. Doch die flächendeckende Verfügbarkeit wird wohl noch längere Zeit auf sich warten lassen - vor allem deshalb, weil für die Mehrzahl der Mobilfunknutzer das bestehende Netz und dessen Geschwindigkeit ausreicht - so wird argumentiert. Zum Glück sind viele Router leistungsfähig genug, um vor Ort eine Vorverarbeitung und Verdichtung der Daten vorzunehmen, sodass es auch hier eine Lösung gibt. Wer aber permanente Echtzeitfähigkeit seiner weit verteilten Infrastruktur benötigt, muss entweder ebenfalls ein privates 5G-Netz oder vergleichbare Lösungen finden. (kbn)

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