08.02.2019

Die Hannover Messe - Marktplatz der innovativen Produktion im 21. Jahrhundert

Künstliche Intelligenz, Cyber Security und 5G im Fokus

Die Hannover Messe boomt: Mehr als 6.500 Unternehmen aus 75 Ländern werden vom 1. bis zum 5. April in Hannover erwartet. Einen ersten Überblick über das, was die Besucher auf der Industrieschau erwartet, gab die Hannover Messe Preview.


Digital Factory: Die Unternehmen in den Hallen 5, 6, 7 und 8 entwickeln Voraussetzungen für das, was in 2019 Leitthema der Weltleitmesse der Industrie ist: Integrated Industry - Industrial Intelligence.
Bild: Deutsche Messe AG

Wie bereits in den vergangenen Jahren ist die Deutsche Messe dem Claim 'Integrated Industry' treu geblieben - in diesem Jahr erweitert um den Zusatz 'Industrial Intelligence'. Dahinter stecke die nächste Epoche, in der es gelte, die Daten aus der Produktion auszuwerten und zu nutzen, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe, auf der Vorschau-Veranstaltung. "Ein zweites großes Thema ist 5G", so Köckler weiter. Die neue Mobilfunkgeneration gilt als eine wichtige Voraussetzung für die Vernetzung in der Industrie - beispielsweise, wenn es um die Kommunikation in Echtzeit geht. Ein zweites Anwendungsfeld ist zudem das autonome Fahren. In Hannover können sich die Besucher einen eigenen Eindruck vom neuen Mobilfunkstandard verschaffen: In Halle 16 soll zu diesem Zweck, gemeinsam mit dem Netzausrüster Nokia, ein 5G-Testfeld eingerichtet werden. Dort werden Anwendungsbeispiele vorgeführt.

Industrial Pioneers Summit

Erstmals wird der `Industrial Pioneers Summit´ Teil der Messe sein. Auf dem Kongress am Messedienstag werden Zukunftsthemen aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert. Was kommt eigentlich nach Industrie 4.0? Diese Frage ist von größter Relevanz, wenn es darum geht, auch langfristig im globalen Wettbewerb mitzuspielen. Auf dem Industrial Pioneers Summit wird über Digitalisierung, KI, Mensch-Maschine-Kollaboration und Plattformökonomie diskutiert. Eingeladen sind Vordenker und Innovationstreiber aus Industrie, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Es geht darum, Erkenntnisse, Meinungen und Theorien über Entwicklungen und Szenarien auszutauschen, um gemeinsam zu einer Vision für das Jahr 2025 zu kommen.

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Weitere Veranstaltungen

Ebenfalls eine Premiere ist der OPC World Congress for Open Plattform Communication. Die Konferenz parallel zur Hannover Messe will alle nationalen und internationalen Organisationen und Arbeitsgruppen im Rahmen der OPC UA Companion Specification Standardization fördern und vernetzen. Auch die Zukunft der Arbeit spielt eine Rolle auf der Industriemesse: Am 3. April wird der Kongress 'Future of Work in Industry' stattfinden. "Wenn wir von den Vorzügen künstlicher Intelligenz sprechen, heißt das nicht, dass wir auf die menschliche Intelligenz verzichten könnten. Im Gegenteil", so Köckler. "Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und Führung - mit diesen Eigenschaften wird der Mensch in Zukunft weiterhin die wichtigste Rolle in der Industrie spielen." Deshalb widmet sich die Hannover Messe auch der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Am 3. April kommen rund 300 Experten, Vordenker und Führungskräfte der Industrie zusammen, um über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Qualifikation und Organisation der Arbeit zu diskutieren - darunter Philosoph und Autor Richard David Precht, Siemens-Personalchefin Janina Kugel oder der 'Human-Cyborg' Ralf Neuhäuser. Insgesamt finden im Verlauf der Messe mehr als 90 Konferenzen und Fachforen statt.

Trendthemen im Blick

Empfehlungen der Redaktion

Industrial Security Schwerpunkt

Der Ausstellungsbereich Industrial Security in Halle 6 ist auf der Hannover Messe der zentrale Informationstreffpunkt für Anwender und Produktentwickler des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der industriellen Automation, die sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Indem Maschinen, Produkte und Prozesse digital miteinander verknüpft werden, lassen sich Datenschätze heben und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Dafür jedoch braucht es Sicherheit im Austausch und in der Verarbeitung von Daten. "Die zunehmende Vernetzung bei Industrie 4.0 sowie die Nutzung der Chancen der Digitalisierung benötigen 'Security' und zwar in jedem vernetzten Sensor, Aktor, Gerät oder jeder Maschine", sagt Oliver Winzenried, Vorstand der Wibu-Systems AG. "Im Gegensatz zur IT-Sicherheit im Büroumfeld hat Industrial Security höhere Anforderungen an Verfügbarkeit und Echtzeitfähigkeit. Offene internationale Standards sind notwendig, beispielsweise OPC UA mit TSN, um globalen Einsatz und Interoperabilität der Produkte möglich zu machen. Dies ist insbesondere für mittelständische Hersteller elementar. Aus- und Weiterbildung gehören genauso zu Industrial Security wie die Geräte mit 'Security by Default'." Ein Aspekt der Sicherheit ist auch die Geschwindigkeit, mit der Fehler oder Störungen im Sicherheitssystem entdeckt werden. "Die cloudbasierte Echtzeit-Vernetzung von industriellen Anlagen, Systemen und Maschinen erfordert einen zuverlässigen Datenfluss von und zu der jeweiligen operativen Umgebung", sagt Andrey Suvorov, Head of Critical Infrastructure Protection Business Development, Future Technologies, Kaspersky Lab. Gemeinsam präsentieren die Teams von Kaspersky LAB und Aprotech die erste Industrial Gateway mit Secure-by-Design-Architektur sowie die MindApp zur Schwachstellenerkennung. "Damit lassen sich auch bei umfangreichen IoT-Infrastrukturen Schwachstellen in Echtzeit visualisieren", so Suvorov.

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