26.03.2019

Lagerlose Drehgeber für Großmotoren und Generatoren

Think big

Kübler erweitert sein Portfolio mit lagerlosen Drehgeber für Wellendurchmesser bis 3m, die für Anwendungen bei Großmotoren oder Generatoren eingesetzt werden und dank smart Technology weitere Informationen liefern.


Bei Windenergieanlagen werden Sensoren rauen Umgebungen ausgesetzt und müssen trotz Schock, Vibrationen und hohen Wellenströmen zuverlässig genaue Drehzahlinformationen erfassen und an die Steuerung weitergeben. Die Sendix Heavy Duty Drehgeber mit integrierter Lagerisolierung bis zu 2,5kV und der robuste Lageraufbau im HD-Safety-Lock vermeiden Lagerschäden durch Wellenströme, die für Wellendurchmesser bis 28mm Durchmesser eingesetzt werden. Für größere Wellendurchmesser stehen die Sendix A02H bereit, die eine Hohlwelle bis 42mm anbieten. Neu sind lagerlose Drehgeber für Wellendurchmesser bis 3m Durchmesser.

Drehgeber mit smart Technology

Im Vergleich zu gelagerten Drehgebern, die eine größere Bautiefe und einen begrenzten Hohlwellendurchmesser bis 42mm mit sich bringen, sind lagerlose Drehgeber besonders kompakt und ideal für größere Wellendurchmesser. Hervorzuheben ist auch die geringe Einbautiefe von nur 10mm. Bei den neuen Systemen wurde ein magnetisches Messsystem, bestehend aus einem Sensorkopf und Magnetring, zu 100% in Asynchronmotoren integriert und bietet somit den Herstellern die Möglichkeit ihre Motoren noch kompakter zu gestalten. Für Anforderungen bei Großmotoren und Generatoren sind jetzt zwei Varianten an lagerlosen Drehgebern für Wellendurchmesser bis 740mm bzw. 3m entstanden. Das magnetische Messystem arbeitet im Gegensatz zu gelagerten Drehgeber berührungslos, ist somit verschleißfrei und sorgt dadurch für eine lange Lebensdauer. Wellenströme, Schock oder Vibrationen sind für lagerlose Drehgeber kaum zu beachten, da diese im Vergleich zu gelagerten Drehgebern aus wenigen mechanischen Komponenten bestehen. Zudem ist die kompakte Bauweise platzsparend. Für Wellendurchmesser bis 740mm wird das magnetische Messsystem als Sensorkopf und Magnetring angeboten. Für eine einfache Montage an großen Wellen bis 3m wird das Messsystem anstelle des Magnetrings mit einem Magnetband geliefert. Über eine Status-LED wird die Funktionsfähigkeit des Messsystems angezeigt. Die lagerlosen Drehgeber passen sich dank frei einstellbarer Strichzahl mit Referenzsignal(en) jeder Anwendung an. Eine weitere Variante, ist das Messsystem mit smart Technology. Hier werden neben der reinen Drehzahl- und Positionserfassung auch weitere Messwerte, z.B. mit optional integriertem Vibrationssensor, erfasst und für Condition Monitoring bzw. Predictive Maintenance zur Verfügung gestellt. Zudem beinhaltet das System einen digitalen Signalfilter und bietet ein elektronisches Typenschild, bei dem allen Anwenderdaten gespeichert werden. Mit der Smart Technology werden mögliche Signalfehler dank digitaler Echtzeit-Signalverarbeitung aktiv ausgeregelt. Die Kommunikation erfolgt über HTL, TTL und SinCos wie auch die Schnittstellen SSI, BiSS und Analog.

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Auch für Rotor- und Generatorwellen

Die lagerlosen Drehgeber sind für Drehzahlen bis 12.000 Umdrehungen/min ausgelegt und die optimale Lösung für langsam drehende Wellen wie beim Rotor von Windenergieanlagen als auch für schnell drehende Wellen am Generator. In beiden Anwendungsbereichen sind die magnetischen Messsystem besonders präzise. Gerade bei Windenergieanlage ist es dank der genauen Information von Position und Drehzahl möglich, Anlagen im optimalen Arbeitspunkt zu betreiben und dadurch eine Effizienzsteigerung zu erreichen. Die lagerlosen Drehgeber sind mit einem Magnetring bis 740mm lieferbar und lassen sich einfach installieren und sind - gerade im Vergleich zu gelagerten Drehgebern - besonders platzsparend. In vielen Anlagen wird die Rotorwelle bisher nicht mit einer Sensorik erfasst, wodurch die optimale Regelung der Gesamtanlage nicht immer einfach ist. Das neue Messystem mit Sensorkopf und Magnetband ist auch für Wellendurchmesser bis 3m geeignet. Damit wird an zwei unterschiedlichen Punkten gemessen und es steht eine deutlich verbesserte Basis zur Verfügung, um die Anlage in den optimalen Arbeitspunkt zu regeln.

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