15.05.2019

Red Lion als Anbieter von Kommunikations- und Visualisierungslösungen

"Wir bringen Konnektivität in die Fabrik"

Der Zugriff auf Prozess- und Maschinendaten muss möglichst durchgängig, unkompliziert und natürlich sicher erfolgen. Unter diesem Anspruch will der globale Automatisierungsanbieter Red Lion den Anwender mit seinen Kommunikations- und Visualisierungslösungen zum Herrn der Daten machen. Die Basis dafür - alle unterschiedlichen Geräte und Maschinen in der Produktion zu verbinden - sei eine Kernkompetenz, mit der sich das Unternehmen auf dem Markt positioniert. Das unterstreichen Firmenchef Jack Lee und Marketingleiter Ron Salerno im SPS-MAGAZIN.


Neue Markenidentität für Red Lion

Positionieren Red Lion als Kommunikations- und Visualisierungsspezialisten: Jack Lee, Laetitia Donovan und Ron Salerno (v.l.).
Bild: Tedo Verlag GmbH

Seit fast 50 Jahren ist Red Lion als Anbieter in der Automatisierungs- und Vernetzungsbranche aktiv. "Jetzt wollen wir in der Geschichte des Unternehmens ein neues Kapitel aufschlagen", sagt Laetitia Donovan, Kommunikationsleiterin bei Red Lion. Entsprechend hat der Anbieter für Kommunikation, Überwachung und Steuerung in der industriellen Automatisierung und Vernetzung die Einführung einer neuen Markenidentität bekanntgegeben. Der neue Auftritt soll die Positionierung im Markt der industriellen Kommunikation widerspiegeln und die Stellung in der Branche abbilden. So positioniert sich Red Lion als stabiler und starker Partner mit einem großen Augenmerk auf Kundennähe und Service. Um diesen Eindruck auch visuell zu vermitteln, konzentriert sich Red Lion auf die Initialen RL. "Titangrau wurde als Primärfarbe gewählt, um die Stärke widerzuspiegeln, während das Dreieck in der Geometrie für Stabilität steht und das bekannte Rot beibehält", erklärt Donovan das neue Logo. "Die Marke soll in allen Phasen der Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für Exzellenz stehen." Diesen Anspruch bekräftige der neue Slogan Excellence. Redefined. Zudem soll er den Wandel betonen, den Red Lion als Unternehmen in der Kommunikationsbranche durchläuft.

"Wir bringen mehr Konnektivität in die Fabrik", verspricht Salerno. Dazu beherrsche Red Lion rund 300 industrielle Kommunikationsprotokolle. "Darunter sind heute natürlich auch neue Standards wie OPC UA, das als künftig übergreifende Schnittstelle für die Vernetzung von Maschinen und Anlagen mit höheren Ebenen im Unternehmen sowie dem IoT gehandelt wird." Was den Anbieter dabei auf dem Markt abhebt? "Wir verbinden diese Konnektivität mit der passenden Visualisierung, denn auch im HMI- und Scada-Bereich hat Red Lion sehr viel Know-how", so Salerno. Durch den Einzug des IoT in die Industrie reicht es nicht mehr aus, sich nur auf der Fertigungsebene zu bewegen. "Unsere Lösungen bringen die Daten dorthin, wo sie der Anwender speichern und analysieren kann", ergänzt Jack Lee und zielt damit auf Cloud- und Big-Data-Anwendungen ab. Es gehe ja nicht mehr nur darum, die Daten zu erfassen und zu visualisieren. "Man muss sie auch lesen können und daraus die richtigen Rückschlüsse ableiten", fährt Lee fort. "Mit unseren Lösungen kann sich der Anwender komplett auf Auswertung und Analyse konzentrieren, alles bis dahin übernehmen wir." Dabei setzt der Anbieter auf modulare Skalierung. Während der eine die Produktionsdaten nur per HMI visualisieren will, benötigt der andere eine moderne Anbindung an die Cloud. Red Lion deckt mit seinem Angebot nicht nur beide Seiten ab, sondern ermöglicht seinen Kunden bei Bedarf eine unkomplizierte und durchgängige Erweiterung der Vernetzung in Richtung IoT.

Unkompliziert gelöst

Der Anwender muss natürlich wissen, welche Informationen er benötigt und wie er daraus Maßnahmen für mehr Produktivität generieren kann. "Das herauszufinden, ist oft gar nicht so einfach", sagt Lee. Umso hilfreicher sei eine Lösung für die Datenerfassung, bei der man per Drag&Drop Parameter neu setzen und entsprechend schnell Dinge ändern bzw. ausprobieren kann. Deswegen setzt das Unternehmen nicht nur auf eine umfassende Vernetzung, sondern hebt auch den eigenen Easy-to-Use-Anspruch hervor. Für die erfolgreiche Datenintegration mit Red-Lion-Geräten reichen laut Salerno vier einfache Schritte:

1. Protokoll auswählen

2. Aufgabe bestimmen

3. Server freigeben

4. Datenpunkte per Drag&Drop vernetzen

"Auf diese Weise lassen sich selbst Anbindungen an Cloudsysteme realisieren", führt der Marketingleiter aus. "Das kann z.B. über MQTT laufen oder über einen OPC-UA-Server - je nachdem, welche Architektur für die Anwendung am meisten Sinn macht." Man wolle dem Kunden technologisch keine Grenzen setzen, sondern ihm die individuell am besten passende Lösung ermöglichen. "Die Daten aus einer Steuerung auf ein HMI, in ein ERP-System oder in die Cloud zu bringen, dauert mit dem Ansatz von Red Lion keine Stunden oder Tage", versichert Unternehmenschef Lee. "Innerhalb von Minuten stehen die Informationen dort zur Verfügung, wo der Anwender sie benötigt." So lege man die Basis, um über moderne Datenanalyse die Produktivität der Anlage zu erhöhen. "Der Easy-to-Use-Ansatz ist Kern-Feature und Alleinstellungsmerkmal unseres Angebots, das wir auch in Zukunft weiter ausbauen werden", sagt Ron Salerno. Die Arbeit für den Anwender einfach zu machen, sei aber alles andere als einfach für Red Lion als Anbieter. "Hierfür mussten wir eine Menge Aufwand betreiben." Entsprechend habe man der Einfachheit bereits bei der Entwicklung der Basisarchitektur im System einen zentralen Stellenwert eingeräumt - auf Hardware- und auf Softwareseite.

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Sicher vernetzt

"Wir vereinfachen den Zugriff auf Informationen", fasst es Salerno zusammen. Diese Mission treibe Red Lion bereits seit vielen Jahre. Was dabei jetzt mehr und mehr dazukomme, sei eine Einbindung der neuen Technologien. "Hier bedienen wir einen Trend, der den Markt aktuell stark prägt." Doch bisher ist bei der Umsetzung von IoT- und Cloudlösungen die IT- und Datensicherheit ein Hemmschuh. Das bestätigt auch Salerno: "Die Security entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Thema in der Fertigungsindustrie." Als Automatisierungsanbieter müsse man den Kunden deshalb nicht nur einen einfachen, sondern vor allem einen sicheren Zugang zu Produktionsdaten garantieren. "Aus unserer Sicht ist die Sicherheit kein statisches Feature, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess", unterstreicht Jack Lee. "Heute ist zwar bereits eine Vielzahl an Security-Mechanismen in unserer Hard- und Software implementiert, wir halten dauerhaft Ausschau nach Wegen, um uns hier weiter zu verbessern." Dabei sieht sich das Unternehmen immer komplexer und leistungsfähiger werdenden Automatisierungsumgebungen gegenüber. "Diese Aufgabe wird man niemals final abschließen können", so Lee weiter. "Bei der Beherrschbarkeit und unserem Easy-to-Use-Anspruch ist es übrigens genauso."

Neu vorgestellt

Red Lion möchte natürlich auch als innovatives Unternehmen wahrgenommen werden. Um diesen Anspruch zu untermauern, hat das Unternehmen kürzlich die neuen Gateways DA10D und DA30D vorgestellt. Im Gegensatz zu anderen Lösungen auf dem Markt, die auf kompliziertes Skripting oder zusätzliche Server-Hardware angewiesen sind, bieten die Red-Lion-Geräte vielfältige Vernetzungsoptionen in einer einfach zu bedienenden Konfigurationsumgebung. Das soll es dem Anwender ermöglichen, Daten auch aus bisher nicht angebundenen oder veralteten Maschinen und Geräten zu generieren. "Wir bauen unser Produkt- und Lösungsportfolio kontinuierlich aus, um unsere Kunden in Sachen Vernetzung weiter zu unterstützen", kommentiert Salerno die Neuheiten. "Mittelfristig wollen wir alle Eigenschaften der Red-Lion-Geräte in einer Plattform vereinen, die der Anwender exakt auf seine spezifischen Bedürfnisse anpassen kann." Natürlich soll auch die Visualisierung und die Crimson Software weiterhin ein fester Bestandteil sein. "Wir wollen für den Anwender eine noch nie da gewesene Flexibilität für Kommunikations- und Visualisierungsoptionen schaffen", blickt Lee voraus. "Eine große Herausforderung dabei ist es, nicht nur leistungsfähig, sicher und wirtschaftlich zu bleiben, sondern selbst dann beherrschbar, wenn der Anwender kein Kommunikations-Spezialwissen hat. Eine solche Lösung gibt es bislang nicht auf dem Markt - noch nicht", schließt der Geschäftsführer mit einem Augenzwinkern. Man darf also gespannt bleiben. (mby)

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