23.07.2019

Elektrifizierung von Hydraulikanwendungen

Hydraulik raus, Safety rein

Aufgrund ihrer hohen Leistungsdichte war die Hydraulik aus vielen industriellen Anwendungen lange nicht wegzudenken, z.B. bei Pressen, Biegemaschinen oder Abkantbänken. Doch die Vorteile moderner elektrischer Antriebslösungen einschließlich der funktionalen Sicherheit überwiegen mittlerweile in vielen Fällen.


Mit den Servoreglern ServoOne Safety und ServoOne CM Safety hält die funktionale Sicherheit Einzug in ehemalige Hydraulikanwendungen.
Bild: LTI Motion GmbH

Mit dem Einsatz der sogenannten Servopumpe werden Fluid-Applikationen effizienter. Hierfür bietet LTI Motion - seit 2019 Teil der Keba Gruppe - die Hydrauliksteuerung direkt im Servoregler ServoOne an. Dennoch ist Hydraulik weiterhin mit Leckage, überwiegend in der Ölpumpe, verbunden, was den Wirkungsgrad mindert. Außerdem müssen regelmäßig aufwändige Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Die vollständige Elektrifizierung der Maschine schafft hier Abhilfe. Mit dem Servomotor und einem hoch übersetzten Getriebe kann die Hydraulik im unteren bis mittleren Leistungsbereich gänzlich ersetzt werden.

Erfahrung beim Biegen

Mit über zehn Jahren Erfahrung bietet LTI Motion für elektrische Pressen und Biegemaschinen Motoren, Getriebe und Servoregler aus einer Hand, die unter anderem mit ihrer dreifachen Überlast im System auf den Prozess abgestimmt sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: keine Ölwechsel, keine Leckageverluste - der Gesamtwirkungsgrad der Maschine steigt. Des Weiteren wird der Bewegungsverlauf innerhalb des Prozesses verbessert und deutlich präziser. Besonders hervorzuheben ist, dass bei Einsatz der vollelektrischen Lösung die Maschine mit der funktionalen Sicherheitstechnik ausgestattet werden kann, da die mechanische Kopplung von Motor und Prozess die Position des Werkzeugs sicher überwacht. Hierfür hat LTI Motion in den Servoreglern ServoOne Safety und ServoOne CM Safety bereits die funktionale Sicherheitstechnik gemäß ISO13849 bzw. IEC62061 integriert an Bord. Mit dem Engineering Tool SafetyManager lassen sich Sicherheitsfunktionen wie SLP oder SLS komfortabel programmieren. Bei der richtigen Auslegung des Sicherheitssystems sind Sicherheitslevel bis PLe bzw. SIL3 erreichbar.

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