13.09.2019

Zuverlässiges Datenerfassungstool für die Industrie

Alles im grünen Bereich?

Für die Erfassung der Daten in unterschiedlichen Prozessen werden Datenlogger verwendet, die Anwendern die Möglichkeit zur lückenlosen Dokumentation bieten. Das ist in der Regel für eine nachweisbare Qualitätskontrolle nötig, aber auch in der Hausautomatisierung denkbar. Datenlogger fragen in einem vordefiniertem Rhythmus Informationen ab, nehmen sie über eine Schnittstelle auf und legen sie in einem Speichermedium ab.


Mit Hilfe von Datenloggern lässt sich nachweisen, dass temperatursensible Produkte während Produktion, Transport und Lagerung nicht negativen Einflüsse ausgesetzt waren.
Bild: ©Pongvit/Fotolia.com

Temperatur oder Luftfeuchtigkeit, Stromverbrauch oder auch Impulse: Der Datenlogger MSD200 von Akytec erlaubt die Protokollierung von Umweltparameter und anderen physikalischen Messdaten in Automatisierungsprozessen zu ihrer nachfolgenden Analyse. Das robuste, 150g schwere Gerät mit der Schutzklasse IP20 verträgt Umgebungstemperaturen von -10 bis +55°C und zeichnet sich durch Flexibilität in der Anwendung und Erfassung der zu loggenden Daten aus. Es ist für die Hutschienenmontage vorgesehen, misst 22,5x102x120mm und wird über 24V versorgt. Der Betrieb des Datenloggers kann von zwei DIP-Schaltern und vier LEDs auf der Vorderseite gesteuert und kontrolliert werden.

Datenloggen und Auswerten leicht gemacht

Das Gerät verfügt über 64 Kanäle und kann mit Daten unterschiedlicher Quellen arbeiten. Die RS485-Schnittstelle ermöglicht die Überwachung von Daten, die von anderen Geräten via Modbus, dem offenen Protokoll für eine Client-Server-Kommunikation, empfangen werden. Darüber hinaus ist der MSD200 mit vier analogen konfigurierbaren Eingängen für die Normsignale 4-20mA, 0-5mA und 0-20mA ausgestattet, was die Verwendung eines I/O-Moduls spart, das sonst analoge Daten in Modbus umwandeln müsste. Temperaturen beispielsweise können über einen entsprechenden Sensor gemessen und von einem Temperaturmessumformer in ein elektrisches Signal umgewandelt werden. Die Daten werden direkt in einen analogen Eingang gespeist, wo sie dann anschließend ausgewertet werden. Möglich ist auch die Aufzeichnung über ein analoges Eingangsmodul, das mit dem Datenlogger über eine RS485-Schnittstelle verbunden ist und die Temperaturmessung als Modbus-Signal überträgt. Innerhalb des Archivs ist es möglich, über viele Monate hinweg Daten automatisch zu loggen. Die Speicherung der Daten kann auf SD-, SDHC-, microSD- oder MMC-Karten mit bis zu 32GB erfolgen. Ein USB-Zugang dient der Konfiguration und dem Auslesen der Daten. Die auf der Karte gespeicherten Messwerte werden als CSV-Dateien über den Filemanager auf einen PC übertragen, wo die Daten in Microsoft Excel oder in einer ähnlichen Anwendung ausgewertet werden können. Die Bezeichnungen der gemessenen Werte entsprechen den Channel-Einstellungen, die im Konfigurator vorgenommen wurden. Möglich ist auch, den MSD200 konstant mit einem PC zu verbinden - so können die Daten sowohl auf der SD-Karte als auch in einem Ordner auf dem PC gespeichert werden. Der Datenlogger verfügt darüber hinaus über eine Echtzeituhr, die im Konfigurator synchronisiert werden kann.

Datenübertragung in Echtzeit

Der MSD200 kann sowohl als Master als auch als Slave verwendet werden. Im Master-Modus kann er Daten von anderen angeschlossenen Slaves in einem Modbus-Netzwerk abfragen. Die aufgezeichneten Daten können, sofern der Datenlogger im Master-Modus betrieben wird, in Echtzeit betrachtet werden. Die Abfrageperiode ist standardmäßig in ms angegeben. Ist der Abstand mit weniger als 500ms angegeben, erfolgt die Abfrage schnellstmöglich direkt nach dem Erhalt einer Antwort, minimal im Abstand von 100ms. Das Gerät selbst ist kompakt gestaltet, es verfügt über keine eigenen Ausgänge. In Kombination mit einem programmierbaren Relais, beispielsweise dem PR200 des Herstellers, kann der Datenlogger in ein Steuerungssystem integriert werden.

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