13.09.2019

Leider noch nicht besetzt

Eine Lehrstelle bietet nicht nur für Auszubildende, sondern auch für Unternehmen Potential. Dennoch sind viele Lehrstellen unbesetzt - auch im Maschinen- und Anlagenbau. Dort fehlen dieses Jahr etliche tausend. Auszubildende.


Bild: TeDo Verlag GmbH

Für viele Azubis gilt der 1. September als Startschuss. Trotzdem werden wohl so einige Ausbildungsplätze in diesem Jahr offen bleiben. Das bestätigt die Bundesagentur für Arbeit: Laut ihren Angaben wurden 2019 240.000 Lehrstellen nicht besetzt. Auch der VDMA nennt eine aktuelle Anzahl von circa 34.000 freien Ausbildungsplätzen im Maschinenbau. Dem stehen noch 21.000 unvermittelte Bewerber gegenüber. Nach Adam Riese bleiben also theoretisch 13.000 Lehrstellen unbesetzt. Aber woher kommt eine solch hohe Zahl? Der Verband erklärt diese mit einer geringeren Anzahl an Schulabgängern sowie der steigenden Tendenz zum Studium. Gibt es vielleicht noch weitere Gründe? Müssten Unternehmen einen höheren Beitrag leisten? Die Statistik spricht den Maschinenbau von einer Mitschuld frei. Laut Verband liegt die Ausbildungsquote im Maschinen- und Anlagenbau seit Jahren über dem Anteil der Gesamtwirtschaft. Verschiedene Umfragen bestätigen, wie stark sich Unternehmen für Nachwuchskräfte engagieren. Auch der VDMA selbst setzt sich mit Maßnahmen für steigende Azubizahlen ein, etwa der Modernisierung von Berufsbildern und der Anpassung von Lehrformen und Inhalten. Dennoch ist es nach wie vor eine echte Herausforderung für Unternehmen, Azubis für sich zu gewinnen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die jetzigen Bemühungen lohnen und sich die Zahl an unbesetzten Lehrstellen stetig verringert.

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