12.09.2019

Deutsche Elektroindustrie
Kaum Bewegung im Juli



Im Juli lagen die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie um 1,9% unter ihrem Vorjahreswert. Die Inlandsbestellungen gaben um 1% nach, die Auslandsbestellungen um 2,5%. Bei letzteren stand ein starker Rückgang der Aufträge aus dem Euroraum (-11,4%) einem Bestellanstieg aus Drittländern (+3,5%) gegenüber. "Mit den Juli-Daten wurde die Entwicklung der Auftragseingänge im Vormonat nachträglich aufwärts revidiert, und zwar mit Vorzeichenwechsel von einem Minus zu einem Plus", sagte ZVEI-Finanzexperte Dr. Andreas Gontermann. "Damit ergibt sich jetzt für den kumulierten Zeitraum von Januar bis Juli dieses Jahres ein moderater Bestellrückgang um 1,5% gegenüber Vorjahr." Hier bestellten inländische Kunden 0,9% und ausländische 1,9% weniger. Die Auftragseingänge aus der Eurozone nahmen um 4,1% ab, die aus Drittländern dagegen nur um 0,6%. Der Umsatz der heimischen Elektrofirmen ist im Juli um 1,8% gegenüber Vorjahr auf 16Mrd.€ gestiegen. Sowohl die Inlandserlöse (+1,1% auf 7,5Mrd.€) als auch die Auslandserlöse (+2,4% auf 8,5Mrd.€) erhöhten sich. Dabei zogen die Auslandsgeschäfte mit Kunden aus dem Euro- und dem Nicht-Euroraum mit gleicher Rate an (jeweils +2,4%). In den gesamten ersten sieben Monaten des Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenerlöse auf 110,2Mrd.€. "Damit lagen sie mehr oder weniger auf Vorjahresniveau", so Gontermann. Sowohl der Inlandsumsatz (-0,4% auf 51,7Mrd.€) als auch der Auslandsumsatz (-0,1% auf 58,5Mrd.€) änderten sich kaum. Allerdings nahmen die Erlöse mit der Eurozone zwischen Januar und Juli um 1,7% (auf 21,8Mrd.€) zu, wohingegen das Geschäft mit Drittländern um 1,2% (auf 36,7Mrd.€) nachgab. Die Produktion der deutschen Elektrobranche hat sich im Juli kaum bewegt. Sie lag um knappe 0,6% unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

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