01.10.2019

Technik für alle!

Im Maschinen- und Anlagenbau sinkt die Zahl der Fachkräfte. Dabei sind kompetente Mitarbeiter auch in Zeiten von Industrie 4.0 nicht wegzudenken und Strategien zur Fachkräftesicherung umso wichtiger. Eine aktuelle Untersuchung zeigt vielleicht mögliche Maßnahmen dafür auf.


Theresa Klingelhöfer Redaktion SPS-MAGAZIN
Bild: TeDo Verlag GmbH

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde und auch im Maschinenbau längst angekommen. Die wachsende Digitalisierung verstärkt den Mangel noch zusätzlich. Auch der demografische Wandel mit der alternden Gesellschaft trägt sicher nicht positiv zur Behebung des Problems bei. Das BMWi schätzt, dass bis 2030 der Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter um 3,9 Millionen zurückgeht. Erschreckend, wenn man die bereits fehlenden Fachkräfte und klagenden Unternehmen bedenkt. Durch verschiedene Maßnahmen, wie die Steigerung der Erwerbsbeteiligung sowie die stärkere Einbindung von Frauen und älteren Personen, will die Bundesregierung dem Mangel schon seit geraumer Zeit den Kampf ansagen. Doch muss das Problem nicht an der Wurzel gepackt und Schüler viel früher für eine Ausbildung in einem MINT-Beruf begeistert werden? Das sieht auch der VDMA so: Eine aktuelle Analyse des Verbands zeigt auf, dass der Technikbereich an allgemeinbildenden Schulen deutlich unterrepräsentiert ist. Der Großteil der Bundesländer bietet seinen Schülern zwar ein Fach im Bereich Technik an, jedoch weder im Pflichtbereich noch an allen Schulformen. Das will der Verband ändern und fordert daher in jedem Bundesland die Einführung des eigenständigen Fachs Technik. So sollen Schüler die Möglichkeit haben, technische Berufe frühzeitig kennen und hoffentlich schätzen zu lernen. Nicht nur der Unterricht in der Sekundarstufe 1 spielt dabei eine Rolle, auch Schüler aus der Oberstufe sollten mittels passendem Unterricht an angesprochene Berufe herangeführt werden. Eine frühe Förderung und die daraus resultierende Begeisterung könnte also der Schlüssel gegen den Fachkräftemangel sein.

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