20.11.2019

Zentral? Dezentral? Egal!

Mit gleich zwei neuen I/O-Systemfamilien für die Fertigungsautomatisierung präsentiert sich Wago auf der SPS in Nürnberg. Während die eine Lösung auf besonders hohe Kommunikation und Datenübertragung abzielt, richtet sich die andere an dezentrale Aufgabenstellungen.


Bilder: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Mit dem I/O-System Advanced sollen sich alle Anforderungen an ein zukunftssicheres Automatisierungssystem problemlos meistern lassen. "Mit dem IP20-System geben wir Themen wie OPC UA und TSN ein Gesicht", sagt der verantwortliche Produktmanager Jürgen Gorka. Die neue Lösung zielt vor allem auf kurze Reaktionszeiten, hohe Synchronität der Signalübertragung und die Anbindung schneller Ethernet-Derivate wie Profinet, Ethercat und Ethernet/IP ab. Mit einem Gateway zum 750er-I/O-Portfolio ermöglicht Wago aber gleichzeitig die Einbindung aller 500 bereits bestehender I/O-Module und Funktionen. Im Rahmen der Vorstellung wird auch der Controller PFC200 in passender Bauform neu eingeführt. Er bildet durch das Linux-Betriebssystem und die Docker-Virtualisierung die Brücke zu vielfältigen IT- und aufgrund IEC61131-Laufzeitsystem auch zu OT-Systemen. SPS-Funktionalität und Codesys-basierte Programmierung mit der Engineering-Software e!Cockpit können mit dem I/O-System Advanced weiter genutzt werden.

I/O-Distributor für modulare Maschinen

Das neue I/O-System Field von Wago in Schutzart IP67 richtet sich an Automatisierungslösungen außerhalb des Schaltschranks. Es integriert schnelle, Ethernet-basierte Feldbusse wie Profinet, Standards wie OPC UA oder Webserver und künftig auch MQTT als Kommunikationsprotokoll. Auch für TSN ist das System vorbereitet. Um das System an die jeweilige Anwendung und Maschine anpassen zu können, sind verschiedene Gehäusevarianten verfügbar: vollvergossene Metallgehäuse für raue Umgebungen, zusätzlich leichte, unvergossene Kunststoffgehäuse mit geringer Masse für bewegte Anwendungen. Schmale Gehäusevarianten und seitliche Befestigungsmöglichkeiten schaffen weiteren Platz und bieten zusätzliche Schutzmöglichkeiten. In Kombination mit IO-Link soll das System seine Stärken beim Erfassen und Verteilen von Daten voll ausspielen. Der Anschluss von Sensoren und Aktoren erfolgt über M8- und M12-Leitungen. Die Spannungsversorgung ist beim Field-System mit einem hochstromfähigen M12-Steckverbinder in L-Kodierung gelöst. Er ist kleiner und preiswerter als marktgängige Lösungen in 7/8 Zoll sowie M23 und stellt bis zu 16A zur Verfügung.

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