10.12.2019

Magnetostriktive Wegaufnehmer mit hoher Vibrationstoleranz

Einfach ausblenden

Dank einer veränderten Anordnung der Empfängerspule, wird bei den magnetostriktiven Wegaufnehmer mit Hyperwave-Technologie der longitudinale Wellenanteil mechanisch ausgeblendet und nur der gewünschte torsionale Signalanteil geht in die Messung ein. Dadurch ist das Signal/Rausch-Verhältnis der Sensoren 15x besser als bei den Vorgängermodellen.


Dank einer veränderten Anordnung der Empfängerspule, blenden die magnetostriktiven Wegaufnehmer mit Hyperwave-Technologie den longitudinalen Wellenanteil mechanisch aus. Nur der gewünschte torsionale Anteil geht in die Messung ein.
Bild: Gefran Deutschland GmbH

Damit ist das Signal wesentlich stabiler gegenüber Vibrationen und Schock und garantiert eine hohe EMV-Störfestigkeit der berührungslosen Positionsaufnehmer sowie deren durchgehend präzisen und kontinuierlichen Betrieb. Zudem gewährleisten die Hyperwave-Sensoren eine hohe Wiederholgenauigkeit bei einem geringen Nichtlinearitätsfehler. Sie eignen sich für ein Temperaturspektrum von -30 bis +90°C und beweisen auch bei Extremwerten besondere Zuverlässigkeit. Die Positionsbestimmung erfolgt durch die Wechselwirkung zweier Magnetfelder: Das erste Magnetfeld wird durch einen Stromimpuls entlang des gesamten Sensors erzeugt und interagiert mit dem zweiten, bestehend aus dem Positionsmagneten, der an der bewegten Achse befestigt wird. Die magnetostriktive Funktionsweise ohne mechanischen Kontakt macht das System nahezu verschleißfrei, reduziert damit die Ausfallzeiten deutlich und sorgt für eine fast unbegrenzte Lebensdauer. Zudem sind die Geräte mit einem IP67 Gehäuse ausgestattet. Gefran bietet die berührungslosen Wegaufnehmer wahlweise als Profil- oder Stabbauform an. Die Bauart Profil ist universell einsetzbar und lässt sich einfach mit Halterungen direkt an der zu messenden Struktur montieren. Der Positionsgeber ist wahlweise frei oder geführt. In der Stabbauform aus Edelstahl AISI 316L werden die Wegaufnehmer vor allem in Hydraulikzylindern mit Betriebsdrücken bis 350bar eingesetzt, um die Position des Kolbens in Echtzeit zu erfassen. Sie können dank einer magnetischen Schwimmerausführung auch als Füllstandsensor verwendet werden. Beide Bauformen sind mit Analogsignal oder digitalen Schnittstellen (z.B. SSI, CANopen, Profibus, Profinet) lieferbar. Dabei ermöglicht die große Auswahl an Analogausgängen die direkte Messung von Weg und Geschwindigkeit sowie die inverse Messung mit höchster Präzision und maximaler Wiederholgenauigkeit. Beide Bauarten sind in drei verschiedenen Varianten erhältlich: in der General Version mit einem Messbereich bis zu 1.500mm, Plus bis zu 2.500mm und Advanced bis zu 4.000mm. Typische Anwendungen sind Tänzerregelung (Basisausführung), Pressen (Plus-Ausführungen) und Spitzgießmaschinen, Windkrafträder oder Staumauertore (Advanced-Variante). n

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