10.02.2020

Abschluss der drei Verbundforschungsprojekte Ariz, Rokoko und Kompi

Die Montage der Zukunft

Die Montage der Zukunft erfährt aktuell massive Veränderung. Gerade die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ohne Schutzzaun bietet eine Vielzahl von neuartigen Möglichkeiten. Aber Achtung: Für einen erfolgreichen Einsatz von Cobots ist nicht nur die Technik ausschlaggebend.


Bild: ©fotohansel/stock.adobe.com

Erfolgt die Planung und Umsetzung von Systemen zur Mensch/Roboter-Kollaboration (MRK) ausschließlich unter technischen Gesichtspunkten, hat das oftmals zur Folge, dass diese Systeme nicht optimal arbeiten oder die Applikationen keine Akzeptanz von den Mitarbeitenden erhalten, weil sie bei der Planung und der Optimierung nicht einbezogen wurden. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sind die Entwicklung, Gestaltung und Einführung kompletter Systemlösungen zur Montage komplexer Stückgüter wichtig.

Wandlungsfähige Montage

Das BMBF hatte deshalb im April 2015 zum Thema 'Kompetenz Montage - kollaborativ und wandlungsfähig (KoMo)' einen Wettbewerb initiiert, um die Entwicklung innovativer Lösungen für wirtschaftliche und wandlungsfähige Montage zu unterstützen. Gefragt waren neue Konzepte und beispielhafte Umsetzungen von kollaborativen Montagesystemen und wandlungsfähigen Montageanlagen. Mit dem Start im Oktober 2016 wurden neun Forschungsprojekte mit insgesamt 80 Partnern aus Industrie und Wissenschaft gefördert. Unter dem Titel 'Mensch und Roboter in der Montage der Zukunft' wurden die Erfahrungen und Ergebnisse aus den drei Verbundforschungsprojekten Ariz, Rokoko und Kompi kürzlich in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt. In insgesamt sieben parallelen Sessions wurden die wichtigen Themen Simulation, Gestaltung, Akzeptanz und Mitbestimmung, Qualifizierung, Sicherheit, Systemintegration sowie Bewertung im Kontext der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in der Montage vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Fokus auf MRK-Simulation

Der Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) der Uni Bochum war Projektpartner und Koordinator im Forschungsprojekt Kompi. Ergebnis dieses Projektes ist die Entwicklung einer neuen Methodik zur integrierten Planung und Realisierung von kollaborativen Arbeitsplatzsystemen in der Montage bei variablen Produktszenarien. So lässt sich zukünftig sicherstellen, dass auch Unternehmen mit geringer Erfahrung oder begrenzten Ressourcen befähigt werden, kollaborative Arbeitssysteme einzuführen und auch bei stark schwankender Produkt- bzw. Variantenvielfalt dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben. Der LPS hat sich im Rahmen des Projektes insbesondere auf den Aspekt der Simulation von MRK-Applikationen fokussiert. Weitere Informationen sind auf www.kompi.org zu finden.

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