26.03.2020

Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu



Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen im Jahr 2019 insgesamt um nominal 2% auf fast 2,67Bio.€. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie der global zunehmende Protektionismus hinterließen ihre Spuren in den Büchern. Die Corona-Pandemie erweist sich nun als nächste schwere Bürde für den Maschinen- und Anlagenbau. Die VDMA-Volkswirte gehen zwar davon aus, dass es im zweiten Halbjahr 2020 Nachholeffekte geben dürfte. "Diese werden aber die zwischenzeitlichen Verluste bei weitem nicht kompensieren können. Der globale Maschinenumsatz wird 2020 das Vorjahresergebnis verfehlen", prognostiziert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Im vergangen Jahr blieb Asien mit 1,37Bio.€ die mit Abstand größte Fertigungsregion in der Maschinenindustrie. Das Umsatzplus betrug auch hier 2%, verglichen mit früheren Jahren war das aber ein eher schwacher Zuwachs. Das Wachstumstempo in Europa und in den EU-Ländern insgesamt war mit jeweils +1% geringer als im Weltdurchschnitt. Die EU-Länder produzierten zwar deutlich weniger Maschinen (768Mrd.€) als Asien, jedoch mehr als doppelt so viele wie die USA. Allerdings konnten die Vereinigten Staaten ihren Umsatz kräftig um fast 7% auf 348Mrd.€ erhöhen. Deutschland hält seit 2013 die Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt. Im vergangenen Jahr verfehlte das Umsatzvolumen mit 296Mrd.€ den Höchstwert des Vorjahres (300Mrd.€) um 1%. Damit entfielen rund 11% des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik. Mit deutlichem Abstand an der Spitze rangierte abermals China. Den Titel als weltgrößter Maschinenhersteller hält das Land bereits seit 2009. Ein Gesamtumsatz von 876Mrd.€ bedeutete auf Eurobasis ein Plus von 2% zum Vorjahr. In Japan (Platz 4) konnten die Maschinenhersteller ihren Umsatz um 5% auf 264Mrd.€ steigern. Italien, Nummer 5 im weltweiten Maschinenbau, erhöhte den Umsatz um 1% auf 127Mrd.€. Die ersten fünf Länder der Rangliste (China, USA, Deutschland, Japan, Italien) stehen - wie bereits im Vorjahr - zusammen für 72% des Weltmaschinenumsatzes.

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