14.05.2020

Corona-Pandemie trifft Maschinenbau flächendeckend



Die Corona-Pandemie ist im Maschinenbau inzwischen flächendeckend zu spüren. Neun von zehn Betrieben sehen sich als Betroffene der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, so das Ergebnis der vierten VDMA-Umfrage unter seinen Mitgliedsfirmen. "Zunehmende Sorgen bereitet den Maschinenbaufirmen dabei die Nachfrageseite", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Bereits Mitte April hatten gut drei Viertel der Befragten merkliche oder gravierende Auftragseinbußen bzw. Stornierungen verbucht, Anfang Mai kletterte dieser Wert nochmals auf 85%." Etwas Hoffnung verspricht laut Umfrage, an der sich 724 Unternehmen beteiligten, der Blick auf die Lieferketten: Hier zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Mitte April gab noch fast die Hälfte der Unternehmen an, auf Angebotsseite merklich oder gravierend beeinträchtigt zu sein. In der aktuellen Umfrage sind es nun knapp vier von zehn Unternehmen. "Viele Maschinenbauer melden, dass insbesondere die Schwierigkeiten bei Zulieferungen aus China nachlassen", sagt Wiechers. Erfreulich ist außerdem, dass sich die Einschätzung über die Entwicklungen in den nächsten drei Monaten sowohl nachfrage- als auch angebotsseitig etwas aufhellt. Mitte April erwarteten 43% noch eine Verschärfung der Auftragslage. Anfang Mai gingen nur noch gut 30% von einer Zunahme der nachfrageseitigen Störungen aus.

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