02.07.2013

CP-Link 4: Die einfache Anschlusstechnik für abgesetzte Bedienung

Ein Kabel - alle Anschlüsse

In der neuen Anschlusstechnik CP-Link 4, für bis zu 100m vom Industrie-PC abgesetzte Multitouch-Bedienpanel, bündelt Beckhoff 15 Jahre Know-how bei der Realisierung flexibler Visualisierungs- und Bedienkonzepte. Mit der Einkabellösung werden Videosignal, USB2.0 und die Stromversorgung in einem Standard-CAT-7-Kabel übertragen und damit die Kabel- und Montagekosten signifikant reduziert. Ein weiterer Vorteil besteht im Einsatz von rein passiven Displays.

Autor: Roland van Mark, Produkt- und Marketing-Management Industrie-PC, Beckhoff Automation


Bild 1: Dank CP-Link 4 können die Multitouch-Einbau-Panel CP29xx-0010 und die Multitouch-Panel CP39xx-0010 zur Tragarmmontage bis zu 100m entfernt vom PC über ein Standard-CAT-7-Kabel betrieben werden.
Bild: Beckhoff Automation GmbH

Die neuen Beckhoff-Panel-Serien mit industrietauglichem Multitouch-Display - CP29xx-0010 als Einbau- und CP39xx-0010 als Tragarm-Version - bieten eine große Variantenvielfalt hinsichtlich Displaygrößen und Anschlusstechnik. Durch die Ausstattung mit CP-Link 4 wird das Portfolio um eine einfache, auf Standards basierende Anschlusstechnik erweitert und damit das bisherige Spektrum der Control Panel CP29xx und CP39xxx mit DVI/USB-Extended-Anschluss ergänzt.

Flexibilität und Einfachheit

CP-Link 4 ist die Weiterentwicklung der seit 15 Jahren im Markt etablierten Control-Panel-Anschlusstechnik von Beckhoff. Eine Besonderheit liegt dabei in der hohen Flexibilität, um ein Panel bedarfsgerecht und einfach anzuschließen. Benötigt wird dafür lediglich ein Standard-CAT-7-Kabel zur gemeinsamen Übertragung des Videosignals (uncompressed DVI) und der USB2.0-Daten sowie - wenn gewünscht - auch der Spannungsversorgung. Zum Einsatz kommt CP-Link 4 in den Control-Panel-Familien der Multitouch-Generation. Diese umfasst die Control-Panel- und Panel-PC-Baureihen CP2xxx und CP3xxx, die sich neben dem modernen Bedienkonzept durch ein elegantes Gerätedesign auszeichnen. Ergänzend zu den klassischen Displaygrößen im Format 4:3 stehen Widescreen-Panel in verschiedenen Größen und Auflösungen zur Auswahl. Und auch für Single-Touch-Anwender bietet die neue Panel-Generation zahlreiche Vorteile, z.B. ein verbessertes Preis-Leistungsverhältnis mit Einsparungen von bis zu 28% zu den bisherigen Geräten. Die CP-Link-4-Anschlusstechnik ist in die passiven Panel CP29xx-0010 und CP39xx-0010 bereits integriert. Für alle Anwendungsfälle bleibt diese unverändert, unabhängig von der jeweiligen Kabellänge, von der gewählten PC-seitigen Anbindung per PCI-Express(PCIe)-Modul oder als externe Senderbox bzw. von einer integrierten oder getrennten Spannungsversorgung. Außerdem bedarf es zur Nutzung von CP-Link 4 keinerlei spezieller Software oder Treiber. Ein weiterer Vorteil dieser Übertragungstechnologie ist die Nutzung handelsüblicher CAT-7-Kabel. Sie sind kostengünstiger als spezielle DVI-Kabel, unkompliziert zu verlegen und optional auch als schleppkettenfähige Variante erhältlich. Die verwendeten Standard-Steckverbinder sind feldkonfektionierbar; alternativ stehen als Zubehör vorkonfektionierte Kabel zur Verfügung.

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Zuverlässiger und kostengünstiger Panelanschluss

Ob über das CAT-7-Kabel integriert oder getrennt - die 24V-Spannungsversorgung des Bedienpanels kann letztendlich zum USV-Ausgang des angeschlossenen Industrie-PC führen. Dies sorgt für einen zuverlässigen Betrieb, da das Display auch noch im USV-Fall ein Bild zeigt, wenn der PC beispielsweise meldet, dass sich vor dem Herunterfahren in wenigen Sekunden noch Daten speichern lassen. Bei Bedarf ist auch eine Spannungsversorgung des Panels völlig separat vom IPC möglich. Bei allen Versorgungsvarianten kann das gleiche Control Panel verwendet werden; bei der integrierten Versorgung bleibt die Stromeingangsbuchse des Panels ganz einfach frei. Auch unter dem Kostenaspekt bietet CP-Link 4 Vorteile: Alleine schon die vereinfachte Montage und Kabelverlegung gerade bei größeren Entfernungen erschließt deutliche Effizienzpotenziale. Hinzu kommen die im Vergleich zu den speziellen DVI-Kabeln kostengünstigeren Standard-CAT-7-Ausführungen. Und auch gegenüber der bisherigen DVI/USB-Extended-Technologie von Beckhoff kann sich CP-Link 4 durchaus sehen lassen. Denn bei Entfernungen ab 30m ist CP-Link 4 sogar die kostengünstigere Variante. Zudem muss kein DVI-Kabel mit seinen großen Steckverbindern aufwändig über eine solch weite Strecke verlegt werden.

One Cable Display Link

Beim 'One Cable Display Link', also bei der Einkabellösung 'pur', werden das DVI- und USB2.0-Signal sowie die 24V-Stromversorgung gemeinsam über das CAT-7-Kabel übertragen. Erforderlich ist dafür die Senderbox CU8803, die sich über ein DVI- und ein USB-Kabel mit einem beliebigen PC verbinden lässt und selbst mit einer 24V-Spannung versorgt werden muss. Die Stromversorgungsbuchse am Panel wird, wie erwähnt, nicht belegt (siehe Bild 2). Besonders geeignet ist dieses Anschlussvariante für Anwendungen im Bereich Building Automation sowie bei komplexer Verlegung am Tragarm.

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Two Cable Display Link

Bei dem in zwei Ausführungen realisierbaren 'Two Cable Display Link' werden das DVI- und USB2.0-Signal ebenfalls gemeinsam über nur ein CAT-7-Kabel übertragen. Hierfür wird wahlweise über die Senderbox CU8802 per DVI und USB ein beliebiger PC angeschlossen (siehe Bild 3) oder es wird das PCIe-Modul C9900-E276 direkt in einen Beckhoff-IPC - C6930, C65xx, C5201 oder CP22xx bzw. CP62xx - integriert. Die externe Senderbox bietet sich vor allem dann an, wenn ein PC ohne PCIe-Modulschacht angeschlossen werden soll. Die in beiden Fällen separat ausgeführte Stromversorgung eignet sich insbesondere für Not-Halt-Konzepte mit Parallelverdrahtung oder für kundenspezifische Control Panel mit zusätzlichen elektromechanischen Tastern.

CP-Link 4 - die Vorteile auf einen Blick

  • • Größtmögliche Entfernungen von bis zu 100m mit Standard-CAT-7-Kabeln realisierbar
  • • Rein passive Bedienpanels reichen aus
  • • Übertragung von uncompressed DVI und USB2.0 über nur ein Kabel
  • • Zusätzliche Integration der Spannungsversorgung im gleichen CAT-7-Kabel möglich
  • • PC-seitige Anbindung je nach Bedarf über externe Senderboxen oder integriert als PCIe-Modul
  • • Einfachste Anschlusstechnik - feldkonfektionierbare Stecker, Plug-and-play, unkompliziert zu verlegen
  • • Keine Software und Treiber erforderlich

Beckhoff - der Pionier der Display-Anschlusstechnik

Als Pionier für industrielle Display-Anschlusstechnik hat Beckhoff bereits 1998 mit der ersten Version von CP-Link eine Übertragungstechnologie in den Markt eingeführt, die erstmals das Absetzen des Bedienpanels vom PC erlaubte - damals eine 2-Kabel-Technologie. Über zwei Standard-Koaxialkabel ließ sich eine Distanz von bis zu 100m zwischen PC und Bedieneinheit überbrücken, allerdings bei großen Längen mit recht starren Kabeln. Diese reine Hardwarelösung war eines der ersten Systeme, um mit einer schnellen seriellen Datenübertragung das Display vom Industrie-PC absetzen zu können, und damit seiner Zeit weit voraus. Mit der zweiten Generation der Display-Anschlusstechnik stellte Beckhoff 2006 eine weitere Innovation vor: Die auf Standardkabeln beruhende DVI/USB-Extended-Technologie lässt, statt der für DVI/USB üblichen 5m, eine Übertragungsdistanz von bis zu 50m zwischen Industrie-PC und Bedienpanel zu. Bei der neuen Multitouch-Panelbaureihe wird die aktuelle DVI/USB-Extended-2.0-Technologie angeboten. Das 2008 vorgestellte CP-Link-3-Konzept ist eine reine Softwarelösung, basierend auf Standard-Technologien zur flexiblen Anbindung von Panel-PCs an einen bis zu 100m abgesetzten Industrie-PC. Es erlaubt die Anbindung von bis zu 255 Ethernet-Panel oder als 'extended Version' von bis zu acht unterschiedlichen Bildschirmen. Hier sind als Bedieneinheit Panel-PCs nötig; displayseitig reichen also passive Panel nicht aus. Für den Anschluss lassen sich die sehr kostengünstigen Ethernet-Standardkabel (CAT 5) nutzen. Allerdings sind hier auch die Kosten für die Intelligenz im Bedienpanel sowie die gegenüber einer reinen Hardwarevariante teilweise geringere Performance der Softwarelösung zu berücksichtigen. Das Optimum aller in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen ist nun in der auf Einkabeltechnologie basierenden CP-Link-4-Generation gebündelt. Damit steht erneut eine reine Hardwarelösung zur Verfügung, die aus modernsten Displays sowie modernster und einfachster Anschlusstechnik bei größtmöglicher Distanz die ideale Grundlage für abgesetzte Multitouch-Bedienelemente darstellt.

Links

  • • CP-Link 4 www.beckhoff.de/cp-link4
  • • Einbau-Panel CP29xx-0010 www.beckhoff.de/CP29xx
  • • Kompakt-Panel CP39xx-0010 www.beckhoff.de/CP39xx
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