07.05.2014

Einfach intelligenter

MLG-2 heißt die neue Generation intelligenter Automatisierungs-Lichtgitter, die hinsichtlich Auflösungen, Ansprechzeiten, Auswertemöglichkeiten und Bedienfreundlichkeit neue Möglichkeiten bietet. In zwei Ausstattungsvarianten passt es sich unterschiedlichen Automatisierungsanforderungen an.

Autor: Michael Burger, Sick AG.


Bild 1: In Lift-Lagersystemen für Kleinteile bietet das Automatisierungs-Lichtgitter MLG-2 durch die Höhenkontrolle und die Klassifizierung einzulagernder Ware entscheidende Vorteile.
Bild: Sick AG

Grundlage der neuen Lichtgitter-Plattform ist ein speziell entwickelter ASIC, der eine Vielzahl intelligenter Funktionen ermöglicht. In Verbindung mit der Modularität des MLG-2 bezüglich Strahlraster, Überwachungshöhe, Reichweite und Schnittstellen kann das Lichtgitter so für jede Anwendung konfiguriert werden, sodass es exakt die gewünschten Anforderungen abdeckt. Ein weiteres Merkmal ist die hohe Robustheit: Der Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +55°C, die Schutzarten IP65 und IP67 sind in einem Sensor vereint und die absolute Gleichlichtfestigkeit bis 200.000lux kann das Lichtgitter in keinem Spektralbereich blenden. Höchste Detektions- und Applikationssicherheit sowie ein reibungsloser Betrieb sind somit gewährleistet.

Abgestufter Leistungsumfang

Die Produktfamilie erfüllt mit den aktuellen Ausstattungsvarianten 'Prime' und 'Pro' die Bedürfnisse von Standard- wie auch von anspruchsvollen Applikationen. Die messenden Lichtgitter ermöglichen in einem 150mm-Raster Überwachungshöhen zwischen 150 und 3.150mm. Beide Versionen lassen sich einfach parametrieren, bieten analoge und digitale Ausgänge sowie IO-Link in Version 1.1. Das Easy-Konzept gewährleistet höchste Inbetriebnahme- und Bedienfreundlichkeit - weshalb die Lichtgitter auch ohne besonderes Fachpersonal schnell startklar sind. Die Cloning-Funktionalität spart Zeit bei gleichartiger Parametrierung mehrerer Lichtgitter sowie im Falle eines Austauschs.

Wesentliche Funktionen ab Werk integriert

Das messende MLG-2 Prime mit wahlweise 5 oder 8,5m Betriebsreichweite wird zur Höhenmessung, Palettenerkennung und Überstandskontrolle in der Intralogistik eingesetzt. Es bietet Strahlabstände von 5, 10, 25 bis 50mm und überzeugt durch ein einfaches Handling bei der Inbetriebnahme: Die Parameter, Betriebsarten und Ausgangsfunktionen werden über ein Bedien-Display geteacht oder eingegeben und visualisiert. Sender und Empfänger sind optisch synchronisiert.

Besondere Performance

Durch sein intelligentes Konzept verbessert das MLG-2 Pro die Performance nochmals. Die Parametrierung über die Bedienoberfläche Sopas per TCP/IP bietet abgestufte Optionen: Einen 'easy'-Level mit menügeführten Hilfestellungen und Inbetriebnahme-Wizard für eine schnelle Inbetriebnahme sowie einen Experten-Level, mit dem sich das Automatisierungs-Lichtgitter spezifisch auf die Rahmenbedingungen - auch von einer neuen Anwendung - anpassen lässt. Die Bedienoberfläche bietet dem Anwender hier eine besondere Möglichkeit: Nach erfolgter Parametrierung kann eine Simulation der Applikation gestartet und als 2D-Animation dargestellt werden. Darüber hinaus erlauben verschiedene Betriebsarten eine schnelle Anpassung an besondere Applikationen. Einige davon sind als Firmware in das Lichtgitter integriert und können über Sopas aktiviert werden. Die Software ermöglicht es dabei, die Detektion der Objekte grafisch umzusetzen, wodurch sich die Applikation erfassungstechnisch sehr gut beurteilen lässt. Im 'Transparent Mode' zur Erfassung durchscheinender Objekte können z.B. Folien in Palettenwicklern oder die Höhe von transparenten Verpackungen zuverlässig erfasst werden. Zur Nachführung der Schaltschwelle kann die Auswirkung einer Verschmutzung eingelernt werden. Dies erhöht die Dauer der durchgängigen Nutzung und die Wartungsintervalle verlängern sich entsprechend. Im 'High Resolution Mode' und kombiniert mit der Kreuzstrahlfunktion können sogar Objekte ab 2mm Größe sicher detektiert werden, z.B. bei der Werkzeugkontrolle. Auch Bahnbreiten lassen sich dank der 2mm-Auflösung präzise erfassen. Gleichzeitig ist das MLG2 Pro dank seiner kurzen Ansprechzeiten ein sehr schnelles Lichtgitter. Getoppt wird die Geschwindigkeit im 'Highspeed Scan'-Modus: Hier wird es zu einem der schnellsten modularen Automatisierungs-Lichtgitter auf dem Markt, das auch bei hohen Objektgeschwindigkeiten eine hohe Performance bietet. Das Lichtgitter bietet in der Pro-Variante Reichweiten von wahlweise 5 oder 8,5m und verfügt über den energiesparenden Betriebsmodus 'Greenmode'. Ist das Lichtgitter nicht aktiv, geht es auf Stand-by und minimiert so den Stromverbrauch.

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Das 'easy'-Konzept

Hohe Inbetriebnahme- und Bedienfreundlichkeit waren bei der Entwicklung ein zentrales Anliegen. So umfasst das 'easy'-Konzept des Standard-Lichtgitters ein Display, über das wesentliche Funktionen wie Höhen- und Breitenmessung, Objekttracking oder Objektwiedererkennung aufgerufen und aktiviert werden können. Das MLG-2 Pro bietet mit der Parametriersoftware Sopas in zwei unterschiedlichen Bedien-Levels und einem Web-Server zur Parametrierung alle Optionen, um auch anspruchsvolle Aufgabenstellungen zuverlässig zu lösen. Feldbusse und Funktionsbausteine mit OPC-Server sind in Vorbereitung. Hinzu kommen umfangreiche Diagnosemöglichkeiten und Cloning-Module für den sofortigen Parameter-Download im Falle eines Gerätetauschs. Bei neuen Applikationen muss der Anwender keine neue Parametrierung lernen und die Auswertesoftware in der SPS muss nicht geändert werden. Hinzu kommt ein intelligentes Halterkonzept für die vielseitige mechanische Montage. QuickFix-Halterungen ermöglichen eine schnelle und stabile Befestigung z.B. an einem Maschinenrahmen. Sollte dieser nicht plan sein oder die Montage eine besondere Ausrichtung erfordern, stehen optional FlexFix-Ausrichthalter zur Verfügung.

Feldbusse 'on board'

Für die Kommunikation zwischen Sensor und Steuerung sind für das MLG-2 Pro aktuell RS485, vier Schaltausgänge, ein Analogausgang und IO-Link verfügbar. CANopen und Profibus sowie ethernetbasierte Feldbusschnittstellen wie Ethercat, Profinet und Ethernet/IP, die separate Feldbusmodule überflüssig machen und Verkabelungsaufwand reduzieren, sind als 'on board'-Merkmale in Vorbereitung. Für die Integration von Feldbussen und Steuerungen stehen dann auch geeignete Funktionsbausteine zur Verfügung.

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