23.07.2014

Langfristig verfügbare S7-Alternativen

Sich bei der gewohnten hohen Qualitätslage flexibel an Kundenwünsche anzupassen, ohne sich wirtschaftlich ins Jenseits zu befördern, ist das zentrale Thema nicht nur für den deutschen Maschinenbau. Die erst kürzlich verkündete 'Good-enough'-Strategie fernöstlicher Maschinenbauer wird den Druck auf die europäischen Anbieter weiter erhöhen. Hier gilt es, rechtzeitig die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen, um sich langfristig optimal gegen neue Marktbegleiter zu positionieren.


Bild 1: Produktfamilie aus Panel-SPS, Hutschienen-SPS, Panels, Peripherie und Software
Bild: Insevis Gesellschaft für industrielle Geschäftsführer

Das 'Prinzip Hoffnung - bislang hat es noch immer gereicht' und der Verweis auf aktuell volle Auftragsbücher könnte sich bei Beruhigung des derzeitigen Nachfrageüberhanges schnell als fatale Unterlassung erweisen. Langfristig erfolgreich ist, wem es gelingt, das eigene Know-how zu schützen, sich als Hersteller unaustauschbar zu etablieren und dabei auch noch seine Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Im Bereich der S7-Anwendungen steht der Erlanger S7-Systemlieferant Insevis für flexible, hochqualitative aber preisgünstige Automatisierungstechnik Made in Germany. Die aktuelle Serie von S7- Steuerungen, Panels und Peripherien ergänzt seit über vier Jahren den S7-Markt um innovative, wirtschaftliche Lösungen, die ständig für neue Anwendungen entdeckt werden. Die mit SimaticManager und TIA-Portal zu programmierenden Insevis-S7-Steuerungen und Panels bieten einfach zu integrierende, langfristig kalkulierbare und wirtschaftliche Lösungen.

Technische Mehrleistung bei den S7-Alternativen von Insevis

Die S7-CPUs von Insevis sind quasi befehlskompatibel zur S7-315-2PNDP und haben mindestens 512kB Arbeitsspeicher. Das gesamte S7-Programm befindet sich im 2MB großen Ladespeicher, eine externe (handelsübliche) Speicherkarte wird nur für die Datenarchivierung benötigt. Bestehende S7-FBs wie z.B. für die Analogverarbeitung können übernommen werden. Neben dem S7-Klassiker Profibus DP bieten die CPUs Ethernet (TCP, UDP, RFC1006 und Modbus TCP), CAN (CANopen, freie CAN-Telegramme) und serielle Schnittstellen RS232 und RS485 mit freien ASCII und Modbus-RTU onboard. Die Funktionsbausteine dafür lassen sich kostenlos auf den Insevis-Webseiten herunterladen. Gerade über CAN und Modbus lassen sich immer mehr Antriebe, Frequenzumrichter oder Fremdperipherien kostengünstig ansteuern. Hier wird auf die Integration von Motion-Funktionen bewusst verzichtet, um das System offen und übersichtlich zu halten.

Einfache und lizenzfreie Software

Eine eigene, lizenzfreie Firmware sorgt für die S7-Programmierbarkeit in KOP, FUP, AWL, SCL und mehr. Diese Firmware erlaubt auch den Einsatz einer Insevis-Visualisierung ebenfalls ohne RunTime-Lizenz, die in der Ergonomie dem Siemens-WinCC-flexible nahekommt aber einfacher bedienbar ist, als bestehende Windows-basierte Visualisierungen. Durch Verzicht auf Windows bootet das nicht nur Komplettsystem in weniger als drei Sekunden, hat geringere Hardwareanforderungen und benötigt keine Lizenzen, was sich nicht nur beim Systempreis deutlich bemerkbar macht. Auch die allseits gefürchteten Systemupdates mit den Anpassungen alter Anwendungen auf neue Versionen sind kein Thema. Generell sind alle Insevis-Geräte mit einer kostenlosen RemoteSoftware über TCP/IP erreichbar. Für Service-Techniker stehen lizenzfreie Tools für die Wartung und Diagnose zur Verfügung. Die umfangreiche, WinCC-flex-ähnliche Visualisierung ist als Demo 30 Tage voll lauffähig und die Kosten der Firmenlizenz entsprechen eher einer symbolischen Schutzgebühr als dem, was sonst am Markt verlangt wird. Das Entscheidende hier ist die Einfachheit, mit der komplexe Anzeigen erstellt werden. Damit finden sich Anwender ohne Schulungen und auch nach langen Unterbrechungen sofort zurecht.

Anpassbarkeit und Know-how-Schutz

Der erste hohe intuitive Qualitätseindruck täuscht nicht, die modulare Hardware ist in einem pulverbeschichteten Blechgehäuse robust verpackt und vorbildlich gekennzeichnet. Wärmeentwicklung oder gar Lüfter sind kein Thema. Bereits bei der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass die Kunden ihr eigenes Logo auf der Frontplatte, in jedem Slot der Anschlussseite und fest integriert in Firmware-Versionen einbringen können. Das erhöht die eigene Kompetenz dem Endkunden gegenüber und schützt erst einmal vor dreisten Kopien. Doch Insevis hat sich für den Know-how-Schutz noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Da alle Passwörter mit endlichem Aufwand zu ermitteln sind, bietet Insevis einen passwortfreien Lese-/ Schreibschutz an. Damit ist das S7-Programm nicht (auch nicht für den Besitzer) lesbar, bis man nach dem Urlöschen wieder sein eigenes Programm einspielt. Auch dieses lässt sich mit einem Mausklick wieder komplett schützen. Gegen Manipulation hilft dann der Schreibschutz, nur dass es zum Aufheben dann ein Hardware-Urlöschen braucht. Eine - zugegebenerweise radikale aber sichere - Lösung. Natürlich funktionieren auch die bekannten Passwortfunktionen aus den Programmiertools weiter.

Empfehlungen der Redaktion

Resümee

Es ist also möglich: seine vertraute S7-Programmierumgebung (und sein Know-how) zu behalten und mit einer Zweisteuerungs-Strategie verschiedene Marktsegmente bedienen: Den von Kundenvorschriften geprägten Anlagenbereich und den Markt für eigene Produkte, in dem man S7-Technologie und Qualität nachbaugeschützt unter eigenem Label langfristig etablieren und auch gegen preisaggressive Markteinsteiger gut bestehen kann. Das Kennenlernen der Insevis-Produktfamilie wird mit zweisprachigen Beispielen, Handbüchern und Videos im Internet sowie von einem Netzt deutschland- und weltweiter Vertriebspartner mit Beratung, Schulungen und Testgeräten unterstützt.

Anzeige