03.09.2014

Tiefe Einblicke

Die Smart-Power-Box EP9224 bietet neben der Anschlussmöglichkeit für vier Ethercat-Box-Spannungsversorgungszweige auch eine interne Strom- und Spannungsmessung. Die Werte stehen per Ethercat der Steuerung zur Verfügung und unterstützen vor allem in Verbindung mit der Data-Logging-Funktion die vorbeugende Wartung der Maschinen und Anlagen sowie die Fehlerdiagnose.


Bild 1: Die Strom- und Spannungsmessung sowie das Data-Logging mit der Smart-Power-Box EP9224 vereinfachen Condition Monitoring.
Bild: Beckhoff Automation GmbH

In jedem 24V-Versorgungszweig der Box wird der Stromverbrauch für die Steuer- und die Peripheriespannung überwacht, begrenzt und gegebenenfalls auch abgeschaltet. Die Eingangsspannungs- und Stromwerte sowie alle Ausgangsströme können per Ethercat als Prozessdaten an die Steuerung übergeben und ausgewertet werden. Im Fehlerfall lässt sich ein kontinuierliches Data-Logging abrufen, um so die Fehlerursache besser eingrenzen zu können. Hierzu werden in einem Ringpuffer die jeweils 40 letzten Werte von Eingangsspannung bzw. -strom, des Ausgangsstroms je Kanal, des Warning-Levels I2t sowie der internen Temperatur abgelegt. Erfasst werden diese Informationen je nach Bedarf alle 1, 10, 25, 100 oder 1.000ms. Die Strom- und Spannungsmessung sowie das Data-Logging erlauben einen Einblick in die Maschine, was zu einem deutlich vereinfachten und beschleunigten Service führt. So minimiert die Überwachung der aktuellen Stromwerte die Reaktionszeiten auf etwaige Störungen. Die Transparenz in der Anlage und damit das frühzeitige Erkennen abweichender Maschinenzustände liefert die optimale Grundlage für eine vorbeugende Wartung.

Höherer Summenstrom vereinfacht Anlagenverdrahtung

Die üblichen Ethercat-Box-Module in Schutzart IP67 nutzen für die Stromversorgung typischerweise M8-Steckverbinder, die sich allerdings nur für maximal 4A Strom eignen. Daher kann die Versorgung bei Modulen mit vielen Ausgängen unter Umständen nicht mehr einfach durchgeschleift werden. Eine weitere Einschränkung betrifft die Leitungslänge, denn die M8-Steckverbinder lassen sich nur bis zu 0,34mm² Leitungsquerschnitt verwenden. Dadurch ergibt sich bei größeren Entfernungen ein deutlicher Spannungsabfall. Die Smart-Power-Box bietet hierfür die optimale Lösung. Ausgestattet mit 7/8-Zoll-Steckverbindern erlaubt sie - bei Leitungsquerschnitten von 1,5 und 2,5mm - 16A Summenstrom je Steuer- und Peripheriespannung. Kurzzeitig sind sogar höhere Anlauf-ströme der Ausgänge zulässig, sodass das fehlerfreie Einschalten der angeschlossenen Geräte gewährleistet ist. Dies ergibt im Feld eine gegenüber den sonst notwendigen zusätzlichen Klemmenkästen mit Sicherungen deutlich einfachere und kostengünstigere Anlagenverdrahtung.

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