01.10.2014

Glasfaser-Kommunikation

Prägende Switch-Technik

Zehn Jahre sind vergangen, seit das Unternehmen Erich Utsch die Entscheidung traf, seine IT-Infrastruktur auf Glasfaser umzustellen. Auch heute zeigt sich der mittelständische Spezialist für KFZ-Kennzeichen überzeugt: Schließlich liegt darin, sowie in den zuverlässigen Micro-Switches, die Basis für die heutige Verfügbarkeit von nahezu 100%, die problemlose Erweiterung des Netzwerks, Virtualisierung und moderne Cloud-Services.

Autor: Dagmar Ecker, claro PR.


Bild 2: Kompakte Micro-Switches mit Glasfaser-Uplink sorgen für den reibungslosen Netzwerkbetrieb.
Bild: Microsens GmbH & Co. KG

Eine umgebaute Weinkelter-Presse zum Prägen von Nummernschildern begründete 1961 die Anfänge der Firma Utsch. Gut 50 Jahre später agiert das Familienunternehmen in 130 Ländern der Erde und beschäftigt weltweit mehr als 550 Mitarbeiter. Zu den Meilensteinen gehörte beispielsweise die Entwicklung eines Kennzeichens aus holografischer Folie, die sich nicht ohne Beschädigung ablösen lässt, intelligente Kennzeichen mit RFID-Chips sowie zahlreiche Prägepressen und Produktionsanlagen.

Zuverlässige IT-Infrastruktur

Vor mehr als zehn Jahren installierte das Unternehmen Glasfaser bis zu den Büros. Dort wurden - meist im Brüstungskanal - die kompakten Micro-Switches von Microsens eingebaut, die über einen 100MBit/s-Uplink-Port und mehrere RJ45-Ports zum Anschluss der Endgeräte verfügten. Damit rüstete man sich für zukünftige Anforderungen und profitierte sofort von den Vorteilen beider Ansätze. Die Glasfaserverkabelung der Steigleitungen in Horizontalbereichen benötigt weniger Platz, ist zuverlässig und zukunftssicher. Kupferanschlüsse sind bei allen Endgeräten standardmäßig vorhanden, während entsprechende LWL-Ports für die Endgeräte zu hohen Preisen angeschafft werden müssten. "Auch aus heutiger Sicht würde die Entscheidung wieder für Fiber To The Office fallen", bestätigt Jörg Voosen, der als technischer Projektleiter die Netzwerktechnik verantwortet. Vor allem folgende Gründe sprechen seiner Ansicht nach dafür:

  • • Bandbreite: 100MBit horizontal zum Arbeitsplatz, 1GBit im Backbone und 10GBit im Serverraum genügen nach wie vor, insbesondere die Virtualisierung der Desktops ließ den Bandbreitenbedarf sogar eher sinken.
  • • Sicherheit: die Switches unterstützen Funktionen wie MAC Access Control; Gäste-VLANs können eingerichtet werden, die unabhängig vom Kernnetz arbeiten.
  • • Management: Alle Komponenten lassen sich einfach und übersichtlich über das Netzwerkmanagement-System NMP von Microsens einrichten und überwachen.

Darüber hinaus spielt für den Projektleiter die Qualität eine wichtige Rolle. An den Ausfall von einem Switch in den Verwaltungsgebäuden kann er sich nicht erinnern und auch der Blick in das Monitoring-Tool zeigt fast durchgängig Verfügbarkeiten von 100%. Davon sollen zukünftig auch andere Konzernbereiche profitieren. Das Unternehmen Utsch unterhält auf allen fünf Kontinenten eigene Niederlassungen, deren IT-Systeme bislang lokal betreut werden. Zukünftig sollen aber weitgehend alle Konzernbereiche die Möglichkeit erhalten, die IT-Dienstleistungen der Zentrale zu nutzen. Voraussetzung dafür sind virtuelle LANs, die die Netzwerkbereiche logisch und sicherheitstechnisch voneinander entkoppeln. Alle aktuellen, managebaren Microsens-Systeme bieten die dazu erforderliche Funktionalität wie Tagging nach IEEE802.3ac, die Priorisierung IEEE802.1p, die Vergabe von VLAN-IDs 0..4095 sowie statische und dynamische VLAN-Tabellen standardmäßig. Sie lösen damit die noch vorhandenen Installations-Switches früherer Generation ab.

Hallen mit hoher Temperatur

Im Laufe der Jahre stieg die Zahl der installierten Switches auf 170 an, darunter auch Industrie-Switches von Microsens. Diese robusten Geräte wurden speziell für den Einsatz in rauen Umgebungen konzipiert, Temperaturen zwischen -20 bis +60°C vertragen sie ebenso wie Erschütterungen oder eine erhöhte Luftfeuchte. In der Produktionshalle bei Utsch machten die zum Teil hohen Temperaturen den Umstieg erforderlich. "Lange betrieben wir Office-Switches auch in der Produktion, doch die extremen Temperaturen im vergangenen Sommer führten plötzlich zu Problemen. Nach dem Wechsel auf Industrieswitches haben wir auch für diese Anwendung eine passende Lösung gefunden." Bei der Auswahl der IT-Partner legt das Team von Utsch großen Wert auf Kompetenz, und auch die Nähe zu den Lieferanten spielt eine wesentliche Rolle. Dazu erklärt Voosen: "Microsens passt als deutsches Unternehmen hervorragend zu unserer Strategie und liefert die Qualität, die wir erwarten."

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