Jul
03
2017

Studie \'Industrielle Kommunikation\': Feldbusse weiter nachgefragt

Die klassischen Feldbusse würden von der Mehrheit der Maschinenbauer auch in der Zukunft genutzt. Insgesamt werde aber die Bedeutung der modernen Technologien, wie OPC UA, IO-Link oder auch Safety-Protokolle, stark steigen. Auch der Einsatz von Ethernet-Protokollen und Funktechnologien werde weiter zunehmen. Dies sind Ergebnisse der aktuellen unabhängigen Marktstudie ‘Industrielle Kommunikation’, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA-Arbeitskreises Steuerungstechnik durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus 2004, 2008 und 2013 gaben im Januar/Februar 2017 deutschlandweit knapp 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Industrie 4.0, Feldbus/Ethernet und Wireless. Mehr als 80% der Maschinenbauer benötigen zukünftig ‘Industrie 4.0’-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Die größte Rolle spielen hier Plug&Play und eine einheitliche Datenbeschreibung. Jedes vierte Unternehmen rechnet aber auch mit der Anbindung an eine Private Cloud. Nur 37% der Unternehmen messen der Security in der Maschinen-/Feldebene einen hohen Stellenwert bei. Ethernet-Protokolle sind dabei, herkömmliche Feldbussysteme nach und nach abzulösen: Fast alle Maschinenbauer (96%) arbeiten mittlerweile mit diesen Technologien. Am meisten verbreitet sind dabei Profinet (heute 71% / zukünftig 72%) und TCP/IP auf der Leitebene (70% / 71%). Die Nutzung von Funktechnologien sei nicht in dem Ausmaß gestiegen, die vor vier Jahren von den Maschinenbauern prognostiziert wurde. So planten z.B. 2013 knapp 40% der Unternehmen die kabellose Anbindung von Bediengeräten für die Zukunft, real sind es heute aber erst 20%. #BILD#
Bild: FH Südwestfalen
Bild: FH Südwestfalen



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