Sep
13
2018

Elektroindustrie startet mit Zuwächsen in die zweite Jahreshälfte

Die deutsche Elektroindustrie hat im Juli insgesamt 3,5% mehr Bestellungen erhalten als im Vorjahr. Das gab der ZVEI am Dienstag bekannt. „Dieser jüngste Zuwachs war der höchste in den letzten sechs Monaten“, sagt Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Finanzexperte. Die Inlandsaufträge erhöhten sich im Juli um 1,7%, die Auslandsaufträge um 4,9%. Die Bestellungen aus der Eurozone stiegen um 5,6%, die aus Drittländern um 4,5%. Von Januar bis Juli dieses Jahres ergibt sich damit ein kumuliertes Auftragsplus von 1,5% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während die Inlands­bestellungen hier um 3% nachgaben, zogen die Auslandsbestellungen um 5,2% an. Aus dem Euroraum gingen 2,5 und aus Drittländern 6,9% mehr Aufträge ein. Der Umsatz in der Elektroindustrie legte im Juli um 6,4% gegenüber Vorjahr auf 16,3Mrd.€ zu. Kumuliert von Januar bis Juli summierte sich der Branchenumsatz auf 112,7Mrd.€. Das ist ein Plus von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Produktion ist mit einem Plus in die zweite Jahreshälfte gestartet. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der preisbereinigte Branchenoutput um 4,7% höher aus. „Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im August per saldo wieder leicht erhöht“, so Gontermann. Für die nächsten sechs Monate gehen 24% der Firmen von anziehenden, 61% von gleichbleibenden und 15% von rückläufigen Geschäften aus. Auch die Exporterwartungen haben im August wieder etwas zugelegt: Der Saldo aus positiven und negativen Antworten stieg um drei auf 17 Prozentpunkte.
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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