May
09
2019

Deutsche Elektroindustrie mit durchwachsenem ersten Quartal

Im März verfehlten die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 2,8%. Die Auftragseingänge aus dem Inland gingen um 0,9% zurück. Wesentlich stärker gaben die Auslandsbestellungen mit -4,3% nach. „Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres blieben die Auftragseingänge damit in etwa auf ihrem Vorjahresniveau“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. Hier stiegen die Inlandsbestellungen um 2,4%, während die aus dem Ausland um 2,3% nachgaben. Mit -3,1% gegenüber Vorjahr fiel auch die preisbereinigte Produktion im März zurück. Für das gesamte erste Quartal 2019 ergibt sich damit ein Rückgang des aggregierten Branchenoutputs um 2,6% gegenüber Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung gab zu Beginn des zweiten Quartals um fast zwei Prozentpunkte auf 85,7% der betriebsüblichen Vollauslastung nach. Gleichzeitig fiel die Reichweite der Auftragsbestände von 3,8 auf 3,4 Produktionsmonate. Ihre Produktionspläne ließen die Elektrounternehmen im April mehr oder weniger unverändert: 21% wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten steigern, 11% zurückfahren. Der Rest plant mit einem gleichbleibenden Produktionsniveau. Der Umsatz der deutschen Elektrounternehmen belief sich im März 2019 auf 16,8Mrd.€ und lag damit knapp unter Vorjahr (-0,6%). Die Erlöse im Inland sanken um 2% auf 7,8Mrd.€. Dagegen konnten die Auslandserlöse leicht um 0,5% auf 9Mrd.€ zulegen. Somit ist für das erste Quartal dieses Jahres ein Umsatzanstieg um 0,8% gegenüber Vorjahr auf 47,2Mrd.€ zu verzeichnen. Hier zogen der Inlandsumsatz um 1,3% auf 22,4Mrd.€ und der Auslandsumsatz um 0,4% auf 24,8Mrd.€ an. „Alles in allem war das erste Quartal ziemlich durchwachsen“, so Dr. Gontermann. „Hinzu kommt, dass sich die Entwicklung in den einzelnen Fachbereichen der Branche zwischen Januar und März sehr unterschiedlich dargestellt hat.“
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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